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Befreite Mädchen im Schutzhaus Bhairahawa
Befreite Mädchen im Schutzhaus Bhairahawa

Befreiung verkaufter Mädchen aus Bordellen

Nur wenige Mädchen, die in indische Bordelle verkauft wurden, überleben. Meistens sterben sie früh an Infektionskrankheiten, an Drogen oder als Opfer massiver Gewalt. MAITI hat in mehreren indischen Großstädten wie Neu Delhi und Mumbai Netzwerke aufgebaut, deren Ziel es ist, versklavte Mädchen aus den Bordellen zu befreien und nach Nepal zurück zu bringen. Mitarbeiter beteiligter Organisationen suchen z.B. Bordelle auf, bezahlen Mädchen als angebliche Freier und klären sie über die Möglichkeit auf, das Bordell zu verlassen und mit Hilfe von MAITI nach Nepal zurück zu kehren. Sie verteilen auch kleine Karten mit Not-Telefonnummern und Adressen.

Oft sind die Mädchen zu verängstigt, um solche Unterstützungsangebote anzunehmen, werden sie doch von den Bordellbesitzern immer wieder davor gewarnt. Die Täter üben massiven Druck aus und schüren große Ängste davor, dass die Hilfsangebote nur vorgeschoben seien .Bei Annahme verlören die Mädchen endgültig jede Möglichkeit zur Rückkehr nach Nepal, auf die diese nach Rückzahlung aller „Schulden“ bei der Bordellchefin wie Kaufpreis an den Mädchenhändler, Kleidung, Zimmer und Nahrung noch hoffen. Die angeblichen Retter würden sie ins Gefängnis bringen oder völlig ungeschützt in primitive Bordellhütten weiter verkaufen.
Oft sind mehrere Besuche notwendig, um ein Mädchen zu überzeugen, das Angebot anzunehmen. Oder die Verzweiflung wird so groß, dass das Mädchen einen letzten Versuch wagen will und zu jedem Risiko bereit ist, um eventuell noch eine Chance auf ein besseres Leben zu erhalten. Immer wieder werden auch in den Bordellen Razzien von der örtlichen Polizei in Zusammenarbeit mit MAITI-Helfern durchgeführt und minderjährige Mädchen befreit.
pro filia finanziert einen Teil der entstehenden Kosten für die Netzwerkarbeit in Indien, für den Rücktransport der Mädchen und einer Begleitung in das Schutzhaus in Bhairahawa und die dortige Betreuung.