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Grenzbeobachterinnen

Grenzbeobachterinnen

Die Grenzbeobachterinnen liegen uns besonders am Herzen. Die meisten von ihnen haben die schwere Bordellzeit überlebt und jetzt eine Chance, sich ein selbständiges und menschenwürdiges Leben aufzubauen. pro filia hat die Ausbildung von 32 Grenzbeobachterinnen bezahlt. Auf dem Foto zeigen sie ihre Abschlusszertifikate. Damit erhalten sie erstmals einen eigenen Arbeitsplatz und können ihren Alltag unabhängig gestalten.

Neben diesem rehabilitativen Aspekt ist für uns sehr bedeutsam, dass die Grenzbeobachterinnen ausgezeichnete präventive Arbeit leisten. Aufgrund ihrer eigenen Erfahrung haben sie ein Auge für Mädchen entwickelt, die ihnen aufgrund von Gesten, Aussagen, Kleidung und Verhaltensweisen gefährdet erscheinen, mit falschen Versprechungen nach Indien gelockt zu werden, um dort in ein Bordell verkauft zu werden. Dadurch wirken sie mit ihren Informationen und Hilfsangeboten sehr glaubwürdig auf diese Mädchen. Eine Grenzbeobachterin schafft es, im Jahr durchschnittlich 50 Mädchen direkt von der Grenze in ein Schutzhaus zu vermitteln und damit vor der Versklavung zu bewahren.

pro filia übernimmt zurzeit die Gehälter von 35 Grenzbeobachterinnen und eröffnet damit jährlich fast 1750 Mädchen die Chance auf ein eigenständiges Leben.

Sie verdeutlichen auch, dass die Angesprochene hier nicht nur für eine Zeit wohnen und essen kann, sondern ihr auch längerfristige Perspektiven ermöglicht werden wie Schulbesuch und Erlernen eines Berufs. Die Grenzbeobachterinnen werden von den Zollbeamten unterstützt, die Mädchen an sie vermitteln, die ihnen auffällig erscheinen. pro filia übernimmt Kosten für Ausbildung und Gehälter von Grenzbeobachterinnen.