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Schutzhaus 2
Das Schutzhaus Bhairahawa
schutz haus
Schutzhaus in Pashupatinagar

Schutzhäuser für nepalesische Mädchen

Seit November 2009 finanziert pro filia zusammen mit MAITI Schutzhäuser für nepalesische Mädchen direkt an der indischen Grenze. MAITI hat bereits an insgesamt zehn Kontrollpunkten zu Indien diese Schutzhäuser installiert und in den vergangenen 14 Jahren damit rund 10 000 Mädchen vor dem Grenzübertritt nach Indien und damit vor einer Versklavung in einem Bordell bewahren können.

Für das Schutzhaus in Bhairahawa war die Finanzierung ausgelaufen, die Schließung drohte. Hier ist im November 2009 pro filia eingestiegen und hat sich verpflichtet, zumindest einen Teil der Kosten zu übernehmen. Als sich weitere Spender für dieses Schutzhaus fanden, reduzierte pro filia hier den eigenen Beitrag und übernahm die vollständige Finanzierung des Schutzhauses in Pashupatinagar an der Grenze zu Darjeeling. In den Schutzhäusern wird mit den potentiellen Opfern eine möglichst eigenständige Lebensperspektive entwickelt. Aber auch Mädchen, die krank und oft gebrochen aus indischen Bordellen befreit wurden, finden hier Aufnahme und Unterstützung.

Die Schutzhäuser werden geschützt und von einem Wächter bewacht, damit die traumatisierten Mädchen sich in dieser äußerst schmerzhaften Lebenssituation sicher fühlen und nach und nach zur Ruhe kommen können. Sie erhalten medizinische und psychologische Hilfen. Und zusammen mit den Mitarbeiterinnen vor Ort werden die nächsten Schritte geplant: Sind die Eltern eventuell bereit, ihre Tochter wieder aufzunehmen? In den meisten Fällen ist das nicht der Fall! Braucht das Mädchen einen Klinikaufenthalt, Schulunterricht, einen Ausbildungsplatz? Möchte es sich mit einem Kleinkredit selbständig machen? Es kommt immer wieder vor, dass Mädchen die Angebote nicht annehmen, das Schutzhaus auf eigene Faust verlassen und sich wieder prostituieren. Aber viele Mädchen ergreifen die Chancen und werden in weiterführende Hilfen vermittelt.

Seit dem 1.11.2009 fördert pro filia ein Schutzhaus für nepalesische Mädchen, die in indische Bordelle verkauft wurden oder sich in Gefahr befinden, verkauft zu werden. Auf diesem Foto sehen Sie das Schutzhaus in Pashupatinagar an der indischen Grenze zu Darjeeling, das pro filia zurzeit vollständig finanziert! Schutzhäuser werden gefährdeten Mädchen direkt vor ihrem Grenzübertritt von Grenzbeobachterinnen als Zufluchtsort angeboten. Die Grenzbeobachterinnen sind selbst ehemalige Opfer des Mädchenhandels und wissen, wovon sie reden. Aber auch aus indischen Bordellen befreite Rückkehrerinnen finden hier Unterstützung. Alle erhalten Unterkunft, Essen, medizinische und psychologische Betreuung.

Auch weiterführende Hilfen werden geleistet. Mitarbeiterinnen des Schutzhauses vermitteln die traumatisierten Mädchen bei Bedarf in eine Reha-Einrichtung von MAITI Nepal. Hier werden sie gesund gepflegt, beginnen eine Schul- oder Berufsausbildung oder erhalten einen Mikrokredit, um selbständig ein kleines Unternehmen zu gründen.
Todkranke Mädchen werden in einem Hospiz von MAITI bis zu ihrem Lebensende umsorgt.