Aktuelles

Ergebnisse der Aktion

Übergabe der Unterschriftenlisten an Christoph Strässer
Menschenrechtsbeauftragter C. Strässer nimmt pro filia-Petition entgegen – fast 3500 Unterschriften gegen den Massenmord an indischen Mädchenbabys

Am 28.8.2014 haben pro filia-Vertreterinnen dem Menschenrechtsbeauftragten der deutschen Bundesregierung, Christoph Strässer, eine Petitionskopie übergeben, in der mit fast 3500 Unterschriften gegen den Massenmord an weiblichen Neugeborenen, Mädchen und Frauen in Indien protestiert wird. Die deutsche Bundesregierung wird darin aufgefordert,

  • Druck auf die indische Regierung auszuüben, Gesetze zum Schutz der weiblichen Bevölkerung zu verabschieden, ihre Umsetzung zu gewährleisten und die Täter zu verfolgen und zu verurteilen und 
  • ihre Entwicklungshilfe an die Einhaltung von Menschenrechten zu koppeln und deutsche Wirtschaftsunternehmen zur Einhaltung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte zu verpflichten. 
Christoph Strässer sagt zu, sich bei der Bundesregierung aktiv für diese Ziele einzusetzen, indem er unter anderem

  • das Thema der massenhaften Tötung von Mädchen und Frauen in Indien verstärkt in die Diskussion des Bundestags einbringt und 
  • Kontakt zur indischen Botschaft aufnimmt, um den Botschafter zu einem Gespräch zum Thema einzuladen. 
Zusätzlich zeigt Christoph Strässer sich sehr optimistisch, dass die UN-Leitlinien für Wirtschaft und Menschenrechte in den nächsten zwei Jahren in Deutschland umgesetzt werden.

Die pro filia-Petition mit den Originalunterschriften werden am 29.8.2014 an die indische Botschaft in Berlin übergeben.

[pro filia Pressemitteilung – PDF Download]
Übergabe Unterschriften vor Indischer Botschaft

pro filia-Petition an indische Botschaft in Berlin übergeben - fast 3500 Unterschriften gegen den Massenmord an indischen Mädchenbabys

Am 29.8.2014 haben pro filia-Vertreterinnen einem Vertreter der indischen Botschaft eine Petition übergeben, in der mit fast 3500 Unterschriften gegen den Massenmord an weiblichen Neugeborenen, Mädchen und Frauen in Indien protestiert wird. Die indische Regierung wird darin aufgefordert:

  • Stoppen Sie die massenhafte Tötung von weiblichen Neugeborenen, Mädchen und Frauen!

  • Verabschieden Sie Schutzgesetze für Mädchen und Frauen und stellen Sie die konsequente Anwendung der Gesetze sicher!

  • Verfolgen und bestrafen Sie die Täter!

Verbunden mit der Petitionsübergabe war eine Aktion, in der an Puppen verdeutlicht wurde, wie in Indien weibliche Neugeborene häufig mit Sand erstickt werden. Leider hatte die indische Botschaft auf Terminanfragen zur Petitionsübergabe nicht reagiert. Auch bei der Aktion vor der Botschaft ist es erst nach langer Diskussion mit dem Pförtner als Boten möglich, einem Mitarbeiter der politischen Abteilung die Unterschriftenmappe zu überreichen - vor dem Gebäude und ohne Empfangsbestätigung. Nach Ansicht von pro filia wird auch an dieser Umgehensweise deutlich, wie in Indien häufig mit dem Thema der massiven Gewalt gegen Mädchen und Frauen umgegangen wird - mit Ignorieren, mit Bagatellisieren, mit Aggressivität, mit Verschleiern und mit Schuldzuschreibungen an die Frauen selbst. Anlässlich der Petitionsübergabe sagt der Menschenrechtsbeauftragte der deutschen Bundesregierung Christoph Strässer zu, den indischen Botschafter zu einem Gespräch über das Thema einzuladen.

In Indien finden Massenmorde an weiblichen Neugeborenen, Mädchen und Frauen ebenso statt, wie massenhafte Vergewaltigungen. Es gibt zwar einige Gesetze zum Schutz der weiblichen Bevölkerung. Aber sowohl die indische Regierung, als auch die Justiz und die Polizei ignorieren sie immer wieder oder versagen bei ihrer Umsetzung und der Verfolgung von Tätern. Inzwischen hat sich das Geschlechterverhältnis stark zu Lasten der weiblichen Bevölkerung verändert: Zurzeit gibt es 20 % mehr Männer als Frauen. Die Folgen sind ein noch stärkerer Anstieg von Vergewaltigungen und Versklavungen z.B. von nepalesischen Mädchen in indischen Bordellen.

[pro filia Pressemitteilung - PDF Download]