Aktuelles

Jahresbericht 2013

Auch 2013 haben wir zu unserer großen Freude nicht nur die bisherigen Projekte in Nepal fortführen können, sondern sie sogar ausgeweitet. Schon bisher bot pro filia ein breitgefächertes Hilfsangebot an: Von präventiven Angeboten wie Aufklärungskampagnen und dem Aufbau dörflicher Hilfsnetzwerke über Notfallhilfe an der indischen Grenze und im Schutzhaus bis hin zu rehabilitativen Maßnahmen im Reha-Heim.

2013 kam eine kleine Pilzfarm dazu – ein Angebot, das die Palette erst vollständig macht. Auf der Pilzfarm finden junge Frauen, die aufgrund ihrer schweren Traumata psychisch oder physisch gebrochen sind, eine Heimstatt - falls notwendig, bis an ihr Lebensende. Und 2013 startete ebenfalls das PC-Projekt, das uns sehr am Herzen liegt. Es bietet geretteten jungen Frauen die Möglichkeit, einen sehr anerkannten Beruf zu erlernen, der ihren Lebensunterhalt absichert und auch zu mehr Selbstbewusstsein führt. Bisher werden PC-Tätigkeiten vor allem als Männerdomäne wahrgenommen.

pro filia ist jetzt fünf Jahre alt und hat inzwischen 142 Mitglieder. Beiträge, Spendeneinnahmen durch unterschiedliche Aktionen und die aktive Mitarbeit von UnterstützerInnen ermöglichen uns ein nachhaltiges Engagement für die massiv benachteiligten Mädchen in Nepal.

Im folgenden Jahresbericht stellen wir die Arbeit von pro filia e.V. im Jahr 2013 im Einzelnen vor.

 

1. Aktivitäten in Nepal

1.1. Zusammenarbeit mit MAITI Nepal
Es fand auch 2013 - dem 4. Kooperationsjahr - eine konstruktive Zusammenarbeit mit MAITI statt. Im Oktober trafen sich ein pro filia –Vorstandsmitglied und die Geschäftsführerin mit MAITI in Kathmandu.


tl_files/Aktuelles/Jahresbericht_2013/2013_jahresbericht_seite_01_bild_0001.jpg
Treffen am 31.10.2013 mit MAITI in Kathmandu
(von links: Controller Khadka/MAITI, pro filia-Geschäftsführerin Feldkamp, Konzeptmanager Gurung/MAITI)

Thema waren zu Beginn die Verwaltungsabläufe der Zusammenarbeit, die grundsätzlich funktionieren, aber in einzelnen Situationen immer mal wieder etwas haken. Hier wurden Lösungen verabredet. Im Mittelpunkt stand dann das PC-Projekt, das auf pro filia-Initiative 2012 im Reha-Heim Itahari begonnen wurde. Die beim letzten Treffen sehr skeptischen MAITI-Mitarbeiter - „ist das nicht zu technisch für Mädchen“ - hatten sich ja überzeugen lassen, einen Trainingsversuch zu wagen und waren jetzt sehr begeistert über den Erfolg. Die 11 jungen Mädchen waren engagiert dabei und zeigten alle Interesse daran, in diesem Bereich beruflich weiterzuarbeiten. Das PC Projekt wird unter dem Punkt „Projekte“ ausführlich dargestellt.

Angesprochen wurden von unserer Seite noch folgende Ideen für künftige Projekte:
  • Nottelefon für Mädchen in Gefahr: Diesen Vorschlag will MAITI bei einem Treffen mit RegierungsvertreterInnen ansprechen, um von dort logistische und finanzielle Unterstützung zu erhalten.
  • Verstärkter Einbezug von Eltern in die MAITI-Aktivitäten: Hier sprachen die MAITI-Vertreter offen davon, dass aus Kapazitätsgründen bisher zu wenig gemacht werde. Das Thema stehe aber bei ihnen auch auf der Tagesordnung.
  • Frauentaxis: Unser Vorschlag, junge Frauen zu Fahrerinnen auszubilden, was bisher in Nepal völlig unüblich ist, fand große Resonanz: „ Wie kommt pro filia immer nur auf so gute Ideen!“ Diese Frauen könnten einmal einen Taxidienst für andere Frauen anbieten, aber auch VertreterInnen von Hilfsorganisationen wie z.B. pro filia fahren, die ja immer auf ein Auto im Land angewiesen sind, aber durchgängig von Männern chauffiert werden. Dieses Projekt soll angegangen werden, sobald das PC-Projekt sich selbst trägt.

 

1.2. pro filia-Projekte in Nepal

pro filia-Projekt 1:
Aufklärungskampagnen und Aufbau von Hilfsnetzwerken in nepalesischen Dörfern

Ziele sind, die Menschen über die drohenden Gefahren der Versklavung aufzuklären bei scheinbar attraktiven Jobangeboten oder Heiratsversprechen für Mädchen. Große Armut treibt außerdem junge Mädchen in die Stadt, ohne dass sie um die Gefahren der Sklaverei wissen. Außerdem soll die Wiedereingliederung überlebender Mädchen verbessert werden, die bisher auf viel Ablehnung stoßen. Eine wichtige Rolle innerhalb der Aufklärungskampagnen spielen junge Frauen, die aus dem Bordell gerettet werden konnten und in ihrem Auftreten Glaubwürdigkeit ausstrahlen.

tl_files/Aktuelles/Jahresbericht_2013/2013_jahresbericht_seite_02_bild_0001.jpg
Informationsrunde in einem Dorf


tl_files/Aktuelles/Jahresbericht_2013/2013_jahresbericht_seite_03_bild_0001.jpg
Aufbau eines Hilfsnetzwerks


tl_files/Aktuelles/Jahresbericht_2013/2013_jahresbericht_seite_03_bild_0002.jpg
Training der Schulungsleiterinnen


Ergebnisse 2013 im Einzugsgebiet Pashupatinagar:

  • Aufklärung von 175 Haushalten in persönlichen Tür-zu-Tür-Gesprächen
  • Zweitägige Informationsveranstaltungen für insgesamt 127 Polizisten und Zöllnern zur Gefahr von Versklavung, zu Hilfsmöglichkeiten und über die Aufgaben dieser Personengruppe für den Schutz von jungen Mädchen und Frauen
  • Eintägige Aufklärungsveranstaltungen zu Gewalt gegen Mädchen und Frauen für insgesamt 474 Personen aus unterschiedlichen Bereichen des Bezirks Ilam
  • Schulung von 128 TeepflückerInnen zu Mädchenhandel und Schutzmöglichkeiten
  • Fortbildung für 30 Personen, die Schulungen und Kampagnen durchführen nach dem ToT-Programm (= training of trainers).
  • Eine zehntägige Schulung von 13 jungen Frauen zu Verbesserung ihrer Einkommenssituation - in diesem Fall durch das Erlernen von Pilz- und Chili-Anbau
  • 2 grenzüberschreitende Treffen von insgesamt 163 VertreterInnen nepalesischer und indischer Hilfsorganisationen inklusive lokaler Frauengruppen zur Verbesserung der Zusammenarbeit gegen Mädchenhandel und der Weiterentwicklung von Unterstützungsstrategien
  • Veranstaltung in einem Frauenhaus zum Thema Mädchen- und Frauenhandel am internationalen Frauentag mit 30 Teilnehmerinnen
  • Am jährlichen „Tag gegen Menschenhandel“ fand im Bezirk Pashupatinagar eine Veranstaltung mit 500 TeilnehmerInnen statt.

Ergebnisse 2013 im Einzugsgebiet des Schutzhauses Bhairahawa:

  • Demonstrationen, Tanz, Theateraufführungen, Lieder und das Verteilen von Informationsmaterial zum Thema Mädchenhandel fanden an Markttagen von 15 besuchten Dörfer statt.
  • Mit einbezogen wurden dabei jeweils örtliche Würdenträger, die Polizei, lokale Organisationen und Geschäftsleute, StudentInnen und SchülerInnen.
  • Besonders das Straßentheater, das die Gefahren des Mädchenhandels eindrucksvoll darstellt, erreichte viele Menschen und war immer wieder über Tage Hauptgesprächsstoff in den Dörfern.

Ergebnisse 2013 im Einzugsgebiet des Reha-Heims Itahari:

  • Ein Dokumentationsfilm zum Thema Mädchenhandel wurde 84 Menschen in einem Armenviertel gezeigt, die sich wegen eines versprochenen Arbeitsplatzes ins Ausland begeben wollten.
  • Kundgebungen, Aufklärungsveranstaltungen und Demonstrationen zur Gefahr von Mädchenhandel und zu häuslicher Gewalt wurden am Internationalen Frauentag (= 350 TeilnehmerInnen), dem Tag gegen Menschenhandel ( = 700 TeilnehmerInnen) und am Tag gegen Gewalt an Frauen ( = 45 TeilnehmerInnen) durchgeführt.
  • 50 PolizistInnen wurden über die Gefahren von Versklavung und Gewalt gegen Frauen aufgeklärt.
  • Im Distrikthospital fand eine Schulung zum Thema „Gesundheit und Menschenhandel“ statt.
  • Insgesamt wird von den MitarbeiterInnen des Reha-Heims an einem wirksamen Hilfsnetzwerk gearbeitet.




pro filia - Projekt 2:
Grenzbeobachterinnen


Die Grenzbeobachterinnen sind vor allem junge Frauen, die die Bordellzeit überlebt haben, von MAITI mit finanzieller Unterstützung durch pro filia ausgebildet wurden und einen Arbeitsplatz direkt an belebten Grenzübergängen nach Indien erhalten. Aufgrund ihrer eigenen Erfahrung sprechen sie ihnen als gefährdet erscheinende Mädchen direkt an und bieten als sofortigen Zufluchtsort das Schutzhaus an.

tl_files/Aktuelles/Jahresbericht_2013/2013_jahresbericht_seite_04_bild_0001.jpg
Grenzbeobachterinnen informieren Mädchen über die Gefahren ...

tl_files/Aktuelles/Jahresbericht_2013/2013_jahresbericht_seite_05_bild_0001.jpg
... der Versklavung in indischen Bordellen

  • In Pashupatinagar wurden 2013 insgesamt 1421 Mädchen bzw. junge Frauen an der Grenze von Grenzbeobachterinnen im persönlichen Gespräch über die Gefahren aufgeklärt und 15 287 Pkws, Lastwagen und Rikschas kontrolliert.
  • 354 Mädchen wurden in das Schutzhaus Pashupatinagar vermittelt.
  • 277 Mädchen/junge Frauen konnten an der Grenze überzeugt werde, dass ihre Reise nach Indien für sie äußerst gefährlich werden kann. Sie kehrten nach Hause zurück.
  • Weitere 790 ausreisende Mädchen/junge Frauen erhielten direkt beim Grenzübertritt Informationen über die Gefahr von Menschenhandel in Indien und über Schutzmöglichkeiten. Die Jüngste war 13 Jahre alt.
  • Insgesamt hat pro filia 2013 die Gehälter von insgesamt 20 Grenzbeobachterinnen finanziert. Jede Grenzbeobachterin vermittelt pro Jahr etwa 50 Mädchen direkt von der Grenze in ein MAITI-Schutzhaus. D.h. die von pro filia bezahlten 20 Grenzbeobachterinnen bewahren in einem Jahr etwa 1000 Mädchen vor dem Verkauf in ein Bordell und eröffnen ihnen Chancen auf ein eigenständiges Leben.

tl_files/Aktuelles/Jahresbericht_2013/2013_jahresbericht_seite_05_bild_0002.jpg
Die Grenzbeobachterin vermittelt ein Mädchen in ein Schutzhaus


pro filia - Projekt 3:
Das Schutzhaus Pashupatinagar

Schutzhäuser sind der erste Zufluchtsort für Mädchen, die aus indischen Bordellen befreit oder noch direkt an der indischen Grenze vor einem Verkauf bewahrt werden. Auch 2013 übernahm pro filia die vollständige Finanzierung des Schutzhauses Pashupatinangar.

tl_files/Aktuelles/Jahresbericht_2013/2013_jahresbericht_seite_06_bild_0001.jpg

Folgende Ergebnisse wurden 2013 erreicht:

  • Das Schutzhaus Pashupatinagar bietet Platz für den Aufenthalt von parallel 20 Mädchen/ jungen Frauen, die manchmal nur sehr kurz bleiben, manchmal für längere Zeit - je nach Bedarf. Es wird Kontakt mit den Eltern aufgenommen, wenn die Mädchen das wünschen. In Familiengesprächen wird dann geklärt, ob das Mädchen nach Hause zurückkehrt.
  • Das Schutzhaus intervenierte 2013 erfolgreich bei 354 Mädchen und bewahrte sie damit vor einem Verkauf.
  • Sieben Mädchen wurden 2013 aus der sexuellen Versklavung in indischen Bordellen befreit und in das Schutzhaus Pashupatinagar zurückgebracht. Nach der Erstversorgung wurden hier gemeinsam die nächsten Schritte für ein selbstbestimmtes Leben abgestimmt. Die Jüngste war 11 Jahre alt.
  • Das Schutzhaus stellt auch den zentralen Ansprechpartner bei weiteren Gewalttaten gegen Mädchen/junge Frauen dar: 2013 wurden in Pashupatinagar 51 vermisste Mädchen gesucht, von denen MAITI 19 ausfindig machen und nach Hause zurückbringen konnte. Außerdem kamen 21 Mädchen aus Situationen häuslicher Gewalt in das Schutzhaus.
  • Das Schutzhaus brachte 2013 einen Mädchenhändler vor Gericht, zwei weitere warten noch in Haft auf ihren Prozess.

tl_files/Aktuelles/Jahresbericht_2013/2013_jahresbericht_seite_07_bild_0001.jpg
Das Schutzhaus Bhairahawa

Der finanzielle Zuschuss von pro filia ist nur noch gering, da sich andere Spender fanden. Das Geld wird vor allem für den Aufbau von Hilfsnetzwerken und Aufklärungskampagnen im Bezirk Bhairahawa eingesetzt, die vom Schutzhaus organisiert werden. Die Ergebnisse sind unter dem Punkt Aufklärungskampagnen dargestellt.


pro filia - Projekt 4:
Das Reha-Heim Itahari


Gerettete Mädchen, die nicht nach Hause zurückkehren können oder wollen, werden auf Wunsch in ein MAITI-Reha-Heim verlegt. Hier werden sie auf ein selbständiges Leben vorbereitet, lernen zu lesen und zu schreiben und nehmen an beruflichen Trainings teil. Es gibt Kurse z.B. zu moderner Landwirtschaft, zur Arbeit als Hotelköchin oder zur Schneiderin.

tl_files/Aktuelles/Jahresbericht_2013/2013_jahresbericht_seite_07_bild_0002.jpg
Das Reha-Heim Itahari

  • 2013 wurden 43 gerettete Mädchen/junge Frauen im Reha-Heim betreut. 37 von ihnen schlossen ein berufliches Training ab.
  • Ihr Alter lag zwischen 10 und 25 Jahren.
  • Auf Wunsch des betreuten Mädchens bietet MAITI auch Mediation an - z.B. zwischen Eltern und Tochter. Bei kriminellem Geschehen wird Anzeige erstattet.

tl_files/Aktuelles/Jahresbericht_2013/2013_jahresbericht_seite_08_bild_0001.jpg
Einzelgespräche im Reha-Heim

Die Mädchen erhalten die Möglichkeit, lesen und schreiben zu lernen und berufliche Trainings zu durchlaufen - in moderner Landwirschaft, zur Schneiderin, zur Verarbeitung haltbarer Gemüse für einen Marktstand ...


tl_files/Aktuelles/Jahresbericht_2013/2013_jahresbericht_seite_08_bild_0002.jpg

... und sie erhalten ganz viele Informationen über die Gefahren der Versklavung und über Hilfsnetzwerke zur gegenseitigen Unterstützung:

tl_files/Aktuelles/Jahresbericht_2013/2013_jahresbericht_seite_08_bild_0003.jpg

 


pro filia Projekt 5:
PC-Projekt

2012 fand in Itahari der erste PC-Kurs teil, an dem sich 11 Mädchen beteiligten. Der Erfolg war so überwältigend, dass wir gemeinsam mit MAITI ein neues PC-Projekt entwickelten. Wir möchten nicht nur Ausbildungen in klassischen Frauenberufen, sondern auch berufliche Möglichkeiten schaffen, die vielfältiger sind, mehr Einkommen versprechen und zu mehr Selbstbewusstsein führen - wie z.B. ein von Frauen geführtes Schreibbüro in einem Land mit vielen Analphabeten.


tl_files/Aktuelles/Jahresbericht_2013/2013_jahresbericht_seite_09_bild_0001.jpg
Die ersten elf Teilnehmerinnen am PC-Projekt

2013 überwiesen wir das Geld für die Ausbildung von weiteren 40 jungen Frauen und für die Einrichtung eines PC-Schulungszentrums, das am 1.9.2013 eröffnet wurde:


tl_files/Aktuelles/Jahresbericht_2013/2013_jahresbericht_seite_09_bild_0002.jpg
Der erste PC-Schulungsraum!


tl_files/Aktuelles/Jahresbericht_2013/2013_jahresbericht_seite_09_bild_0003.jpg
... und die erste Ausbildungseinheit mit 10 jungen Frauen beginnt!

Bei unserem Treffen mit MAITI im Oktober 2013 wurde diskutiert, welche Angebote wir den jungen Frauen nach Beendigung ihrer PC-Ausbildung machen können, um das Ziel zu erreichen, dass sie ihren Lebensunterhalt selbst verdienen können. Eine Reihe der Teilnehmerinnen äußerte den Wunsch, ein eigenes kleines Unternehmen aufzumachen wie z.B. ein Schreibbüro oder Ähnliches. Auf dem mutigen Weg dahin benötigen die jungen Frauen für die Anfangszeit logistische und finanzielle Hilfen.

MAITI schlägt jetzt eine strukturierte Vorgehensweise vor: Sie planen an 20 Orten im Bezirk Ilam (Pashupatinagar) jeweils 1 PC-Zentrum aufzumachen, besetzt mit 2 jungen Frauen, die das Training abgeschlossen haben. Dafür werden Orte ausgesucht, in dem dieses Angebot noch nicht vorhanden ist. Zusätzlich zu Computern sollen Kopierer aufgestellt werden. Neben diesen Dienstleistungen werden auch Informationen über Mädchenhandel und Schutzmöglichkeiten gegeben. Durch das Erlernen von PC-Kompetenzen und durch diese Informationen sollen - neben den Arbeitsplätzen für die jungen Frauen - auch weitere Mädchen immunisiert werden gegen verführerisch klingende Stellenangebote z.B. in Indien. Anfang 2014 wird pro filia das Geld für die ersten drei PC-Zentren überweisen.

Um diese ehrgeizigen Pläne umzusetzen, werden wir dringend nach weiteren UnterstützerInnen unserer Arbeit suchen.



pro filia Projekt 6:
Die Pilzfarm

2013 hat pro filia erstmals die Kosten für die Anschubfinanzierung einer Pilzfarm übernommen:

tl_files/Aktuelles/Jahresbericht_2013/2013_jahresbericht_seite_10_bild_0001.jpg

Junge Mädchen und Frauen, die aufgrund ihrer Traumatisierung psychisch oder physisch gebrochen sind, finden hier eine Heimstatt - wenn notwendig bis an ihr Lebensende.

Auch für 2014 hat pro filia das notwendige Geld für den Unterhalt überwiesen. Voraussichtlich kann sich die Farm von 2015 an durch den Verkauf von Austernpilzen selbst finanzieren - ein gelungenes Projekt!

 

1.3. Geplante Projekte für 2014

Im Jahr 2014 werden auf jeden Fall folgende Projekte finanziert:

  • Aufklärungskampagnen und Aufbau von Hilfsnetzwerken in den Bezirken Ilam/Pashupatinagar und Bhairahawa
  • Die Kosten für das Schutzhaus Pashupatinagar an der indischen Grenze zu Darjeeling
  • Die Gehälter von jetzt insgesamt 20 Grenzbeobachterinnen
  • Die Vollfinanzierung des Reha-Heims Itahari
  • Die Finanzierung einer Pilzfarm als Heimstatt für schwerst traumatisierte Mädchen.

Und wir werden alles dafür tun, das PC-Projekt nicht nur fortzuführen, sondern auch eine Anschubfinanzierung für geplante PC-Zentren abzusichern, die den jungen Frauen ein eigenes Einkommen ermöglichen. Das Geld für die Einrichtung von drei Schreibbüros, die von insgesamt 6 jungen Frauen, die MAITI ausgebildet hat, wird pro filia im Februar 2014 überweisen. Wir hoffen auf einen weiteren Ausbau dieses Angebots im Verlauf des Jahres 2014.

 

2. Aktionen


2.1. Aktionen im Jahr 2013

2013 gab es neben vielen privaten Spenden - auch anlässlich von Geburtstagen, Hochzeiten und Beerdigungen - zahlreiche Aktionen, um an Geld für die Projekte in Nepal zu kommen:

  • Konrad Averbeck führte am 19.6.2013 wieder sein jährliches Boule-Turnier hinter dem Münsterschen Schloss zu Gunsten von pro filia durch.
  • Bei einem Treffen mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten und Mitglied im Menschenrechtsausschusses Christoph Strässer am 30.4.2013 wurde er nicht nur pro filia-Mitglied, sondern sagte auch seine Unterstützung für eine Präsentation von pro filia im Menschenrechtsausschuss für 2014 zu. Christoph Strässer wurde im Januar 2014 zum Menschenrechtsbeauftragten der neuen Bundesregierung ernannt.
  • Es fanden Doppelkopfabende am 1.3. und 11.11.2013 im Le Midi statt, an denen jedes Mal etwa 40 TeilnehmerInnen mit viel Spaß für pro filia Geld spendeten:

tl_files/Aktuelles/Jahresbericht_2013/2013_jahresbericht_seite_11_bild_0001.jpg
Doppelkopfabend im Le Midi/Münster

  • Die pro filia Kunstauktion 21./22.April 2013 war arbeitsintensiv, lebendig und erfolgreich. pro filia wurde dabei sehr großzügig von der FH für Design in Münster unterstützt:

tl_files/Aktuelles/Jahresbericht_2013/2013_jahresbericht_seite_12_bild_0001.jpg
Planung der Kunstauktion im maßstabsgetreuen Modell durch die pro filia-Mitglieder Ina Specht und Jan Sprünken

tl_files/Aktuelles/Jahresbericht_2013/2013_jahresbericht_seite_12_bild_0002.jpg
Grußworte sprachen die NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (2. von links) und FH-Präsidentin Ute von Lojewski (rechts)


tl_files/Aktuelles/Jahresbericht_2013/2013_jahresbericht_seite_12_bild_0003.jpg
Großer Andrang herrschte bei der Besichtigung der Kunstwerke ...

tl_files/Aktuelles/Jahresbericht_2013/2013_jahresbericht_seite_13_bild_0001.jpg
... und bei der Auktion selbst!

tl_files/Aktuelles/Jahresbericht_2013/2013_jahresbericht_seite_13_bild_0002.jpg
Auktionatorin war die Fernsehjournalistin Andrea Hansen (rechts im Bild)

tl_files/Aktuelles/Jahresbericht_2013/2013_jahresbericht_seite_13_bild_0003.jpg
Müde und glücklich über die erfolgreiche Auktion

  • Äußerst erfolgreich war auch die zum gleichen Zeitpunkt stattfindende Kunstauktion von Zonta-München Friedensengel zu Gunsten von pro filia. Hier wurden 14 000 € eingesammelt für den Unterhalt des Reha-Heims Itahari! Unglaublich großes Engagement der Zonta-Frauen führte zu diesem riesigen Erfolg.

tl_files/Aktuelles/Jahresbericht_2013/2013_jahresbericht_seite_14_bild_0001.jpg
Scheckübergabe von Zonta München Friedensengel an pro filia!
(v.l. B.Schulze Icking/Zonta,M.Spener und J.Feldkamp/pro filia, E.Hemmerlein/Zonta)


  • Am 13./14.7.2013 informierten pro filia-Mitglieder wieder an einem Stand auf dem Kreuzviertelfest Münster über die Nepal-Projekte.

tl_files/Aktuelles/Jahresbericht_2013/2013_jahresbericht_seite_14_bild_0002.jpg
Die pro filia Mitglieder Brigitte Wierling und Josef Humbert am Info-Stand

 

  • Am 8.10.2013 präsentierten wir die pro filia Aktivitäten in Nepal im Hörsaal der Universitätsfrauenklinik Würzburg. Organisiert hatte den Abend das pro filia Mitglied Edith Stadler, Mitarbeiterin der Universitätsklinik Würzburg. Auf dem Foto wird die Veranstaltung gerade aufgebaut:

tl_files/Aktuelles/Jahresbericht_2013/2013_jahresbericht_seite_15_bild_0001.jpg
Hörsaal der Würzburger Universitätsklinik

 

  • Auch in Süddeutschland wurde Kunst zu Gunsten von pro filia verkauft:

tl_files/Aktuelles/Jahresbericht_2013/2013_jahresbericht_seite_15_bild_0002.jpg

 

  • Anlässlich der Wahl unserer Vorstandsvorsitzenden Mechthild Spener zur Unternehmerin des Jahres 2013 von Nord-Westfalen durch Frauen u(U)nternehmen am 19.11.2013 stellten wir die Arbeit von pro filia vor. Bei der anschließenden Versteigerung von Skulpturen der Künstlerin Helena Ahrendt durch die Firma Botz kamen gut 5000€ zusammen, die an pro filia gespendet wurden!

tl_files/Aktuelles/Jahresbericht_2013/2013_jahresbericht_seite_16_bild_0001.jpg
Mechthild Spener mit Preis in der Mitte
(Foto: Morsey IHK Nord Westfalen)

tl_files/Aktuelles/Jahresbericht_2013/2013_jahresbericht_seite_16_bild_0002.jpg
Preisverleihung Mechthild Spener

 

  • Die pro filia -Aktivitäten wurden bei den Soroptimistinnen Münster-Mauritz am 20.11.2013 vorgestellt.
  • Eine Präsentation von pro filia mit Spendensammlung fand ebenfalls bei der Finissage von Atelier 69/Münster statt.
  • Auch bei der Eröffnung einer Schmuckausstellung in Köln wurden Spenden für pro filia gesammelt.

Vorstand und Geschäftsführung von pro filia danken allen Mitgliedern, UnterstützerInnen, SpenderInnen, StandsteherInnen und KuchenbäckerInnen für ihren Einsatz bei den durchgeführten Aktionen!

 


2.2. Geplante Aktionen 2014

Für 2014 sind folgende Aktionen geplant:

  • pro filia Präsentation bei der Kolpingfamilie Ochtrup 16.2.2014
  • Zwei Doppelkopfabende - der erste findet am 28.2.2014 im Le Midi statt
  • Aktion zum internationalen Frauentag am 8.März in Münster
  • Informationsstand auf dem Kreuzviertelfest am 23. und 24.8.2014
  • Präsentation von pro filia in Berlin/Menschenrechtsausschuss
  • Demonstration vor der indischen Botschaft in Berlin gegen den Massenmord an weiblichen Neugeborenen in Indien und Nepal - eventuell verbunden mit einer Unterschriftenkampagne
  • Präsentation von pro filia als 2-wöchige Ausstellung in der „vieille mairi“ in Fox- Amphoux/ Frankreich
  • Weitere Präsentationen wo möglich
  • Aufstellen von Spendenboxen in Geschäften
  • Kontaktaufnahme zu Steuerberatern wegen Restgeld-Spenden
  • Verteilen von Flyern auf Wochenmärkten
  • pro filia Dinner (Mitglieder laden Nichtmitglieder zu sich ein, informieren über pro filia. Dazu wurde eine powerpoint-Präsentation zur Darstellung von pro filia – Projekten erstellt und die notwendigen Informationen dazu schriftlich festgehalten und an alle Mitglieder gemailt. Diese Fotos und der zugehörige Text können auch jederzeit bei pro filia angefordert werden)
  • Bewerbung um Gerichtsgelder
  • Nutzung der pro filia-Postkarten - dazu können Postkarten bei pro filia angefordert werden
  • Anfrage von Software/PC-Firmen wegen Sponsoring
  • Kontaktaufnahme zum WDR-Studio Münster
  • WN-Weihnachtsaktion 2014
  • Erneuter Kontakt zu Verlagen
  • Verstärkter Einbezug von Schulen
  • Bewerbung bei Stifter-helfen
  • Bewerbung bei Bürger-für-Münster wegen eines Infostandtags auf dem Weihnachtsmarkt 2014
  • Video zu pro filia
  • Systematisches Verschicken des Jahresberichts 2013.


3. Wie sieht die Situation des Vereins Ende 2013 aus?

Mitgliederzahl
Wir zählen jetzt bereits 142 Mitglieder!


Finanzen
Auf der Mitgliederversammlung am 22.11.2013 wurde der Vorstand hinsichtlich der Bilanzen 2012 und 2013 (Stand 15.11.2013) entlastet. Insgesamt wurden 2013 von pro filia fast 70 000 Euro an MAITI überwiesen. Die Ausgaben in Höhe von knapp 3000 Euro (Programmier-, Grafiker-, PC – und Bankkosten) wurden von Vorstands- und Geschäftsführungsbeiträgen und – spenden bezahlt. Alle übrigen Förderbeiträge und Spenden gehen zu 100 % nach Nepal. Ca. 30 000 Euro wurden in das Jahr 2014 übertragen.

Die detaillierte Bilanz 2013 wurde - wie bereits die Bilanzen 2008, 2009, 2010 und 2011 - auf unserer Homepage unter dem Punkt „Selbstverpflichtungserklärung“ eingestellt.


Vorstand
Da der Vorstand für zwei Jahre gewählt wird, fanden dieses Mal keine Wahlen statt. Im Vorstand sind Mechthild Spener als Vorsitzende, Brigitte Wierling, Josef Humbert und Bernd Brixius.
Auf der Mitgliederversammlung wurde beschlossen, dass der Vorstand bei der Wahl 2014 vergrößert und aus jeweils drei Frauen und Männern bestehen wird.


Diverses

  • Die pro filia-Bankgeschäfte wurden ab 15.10.2013 auf Sepa umgestellt.
  • Es liegen neue pro filia-Flyer vor, die angefordert werden können.


Wir gehen mit Zuversicht in das Jahr 2014!

 

Februar 2014.
Dr. Johanne Feldkamp,
Geschäftsführerin pro filia e.V.