Aktuelles

Jahresbericht 2015

1. Einleitung

Im Jahr 2015 stand unsere Arbeit in Nepal im Schatten zweier Katastrophen - dem großen Erdbeben im Frühjahr und den bürgerkriegsähnlichen Zuständen nach der Verabschiedung einer neuen Verfassung ab September.

Erdbeben in Nepal:
Die Erdbeben in Nepal im Frühsommer 2015 brachten fast 9 000 Menschen den Tod und zerstörten viel der bereits vorher sehr instabilen Infrastruktur. "Unsere" Mädchen haben überlebt  -  das Reha-Heim und das Schutzhaus waren zwar reparaturbedürftig, aber sicher bewohnbar. Während und nach der Beben ging es vorrangig um Überlebenshilfe - um finanzielle Unterstützung beim Kauf von Wasser, Nahrungsmitteln, Zelten, Baumaterialien, Medikamenten/medizinischem Material und um ärztliche Hilfe in kurzfristig eingerichteten MAITI-Behandlungs-Camps. Schwierig war oft der Transport der Hilfsgüter in den wenig vorhandenen Lastwagen und auf unsicheren Wegen und Straßen. MAITI verteilte auch Bambusstangen und Bleche für die Wiederherstellung von Dächern - ganz wichtig besonders in der kurz darauf beginnenden Monsunzeit. Dabei ging es nicht nur um unsere Projekte. Überlebenshilfe wurde vielen Menschen in der Umgebung von MAITI-Standorten zuteil - wie z.B. allein zurück gebliebenen Kindern, Alten und Kranken. Außerdem nahm MAITI 20 Neugeborene mit ihren Müttern auf, die kein Dach über dem Kopf mehr hatten.

Die große Resonanz auf unseren Spendenaufruf ermöglichte es uns, für Überlebenshilfe im Mai 30.000 € nach Nepal zu transferieren. Das war trotz Einfrierens vieler Bankkonten in Nepal durch die Regierung machbar, weil über Western Union die Summe in vielen Einzeltranchen direkt an ein Leitungsmitglied unseres Kooperationspartners MAITI überwiesen wurde! Und ganz wichtig: Wir erhielten täglich die Rückmeldung, dass die Spenden angekommen waren!


Medical aid and …

Medizinische Hilfe und ...


.. food distribution by MAITI/pro filia

... Lebensmittelausgabe durch MAITI/pro filia


Distribution of aid supplies financed by pro filia to survivors along with the distribution of information material about human trafficking of women and girls  Distribution of aid supplies financed by pro filia to survivors along with the distribution of information material about human trafficking of women and girls
Ausgabe von pro filia finanzierten Hilfsgütern an allein zurückgebliebene Überlebende -
verbunden mit dem Verteilen von Informationsmaterial über Mädchenhandel


  
Betreute Mädchen unterstützen die MAITI-Überlebenshilfeaktion nach dem Erdbeben

Die pro filia-finanzierten Projekte liefen nach einer fast 4 wöchigen Phase von Panik und Wiederaufbau wieder an. MAITI hielt es für sehr sinnvoll, den vor den Erdbeben geplanten Aufbau von 5 Schneidereien für 30 gerettete, im Reha-Heim ausgebildete Frauen so schnell wie möglich umzusetzen. Zu Chaos-Zeiten hätten Mädchenhändler Hochkonjunktur, machten viele Versprechungen auf Unterstützung und verkauften die Mädchen dann doch in indische Bordelle. Es sei sehr hilfreich, den Mädchen und ihren Eltern stattdessen seriöse berufliche Perspektiven in Nepal selbst anbieten zu können. pro filia  hat deswegen im Sommer 2015 die notwendigen Gelder nach Nepal überwiesen. MAITIs Blick geht in die Zukunft - auf Wiederaufbau und Weiterentwicklung - und diese Einstellung unterstützt pro filia. Allerdings gibt es aufgrund der Erdbebenfolgen und der zunehmenden wirtschaftlichen Mangelzustände aufgrund der bürgerkriegsähnlichen Zustände im Süden und Osten des Landes immer wieder neue Hürden, die die Arbeit erschweren. Details dazu werden im Rahmen der Projektbeschreibungen konkret dargestellt.

Bürgerkriegsähnliche Zustände:
Die neue Verfassung, die im September 2015 verabschiedet wurde, traf im Land auf viel Widerstand - durch neue Gebietsstrukturen fühlen sich schon bisher oft diskriminierte Volksgruppen erneut hintergangen, ihrer  Gemeinsamkeit und damit ihres Einflusses beraubt. Es kam schon im Vorfeld zu gewalttätigen Demonstrationen, die nach der Verabschiedung der Verfassung massiv  eskalierten  -  vor allem im Süden (Terai) und Osten des Landes, wo unsere Projekte liegen. Indien und wütende nepalesische Protestler blockieren seitdem die meisten Grenzübergänge nach Nepal, wodurch Lebensmittel, Medikamente, Benzin, Kochgas etc. Mangelware geworden sind. An Tankstellen gibt es nur noch Benzin für Busse und staatliche Kraftfahrzeuge  -  und auch das nur eingeschränkt. Die Einfuhr aus China - bis zum Erdbeben möglich - stagniert ebenfalls, weil die Hauptverbindungsstraße durch das Erdbeben zerstört und noch nicht wieder aufgebaut wurde. Nach Aussage von MAITI ist die Lage bis heute noch dramatisch! Da ebenso wie MAITI auch das Auswärtige Amt von Reisen in das Gebiet unserer Projekte abriet, haben wir Ende November deswegen schweren Herzens den lang geplanten November-Besuch unserer Einrichtungen stornieren müssen. Selbst, wenn wir die unsichere Situation in Kauf genommen hätten - es gab kein Benzin für ein Auto. Und ohne ein Auto kommen wir nicht in unsere Einrichtungen. Wir hoffen, dass Regierung und Protestler bald eine tragfähige politische  Lösung finden, damit Nepal nicht immer stärker in Armut und Gewalt versinkt, sondern den nach Erdbeben dringend benötigten Wiederaufbau angehen kann. Im Januar 2016 wurde endlich ein Gesetz dazu verabschiedet. Nach einer Bestandsaufnahme der Schäden sollen die Menschen endlich Geld zum Wiederaufbau ihrer Häuser erhalten, das Geberländer nach dem Erdbeben zur Verfügung stellten.

Blockade der nepalesisch-indischen Grenze bei Bhairahawa
Blockade of the Nepalese-Indian border near Bhairahawa

Folgen für gefährdete nepalesische Mädchen:
Da die Regierung versagt, sind jetzt vor allem Hilfsorganisationen notwendig, Hilfe und Unterstützung zu leisten. Denn die Folgen für nepalesische Mädchen sind gravierend: Katastrophenzeiten sind Hoch-Zeiten für Mädchenhändler. Eltern, die kaum zu essen, kein Dach über dem Kopf oder Angst vor Gewaltausbrüchen haben, sind dankbar, wenn ihren Töchtern angeblich Perspektiven geboten werden - z. B. als Hausmädchen in Indien. Mädchenhändler geben sich manchmal sogar als Mitarbeiter unserer Partnerorganisation MAITI aus, die in Nepal einen sehr guten Ruf hat. Eltern geben ihnen ihre Töchter mit, die dann fast immer im indischen Bordell landen. Es ist deswegen dringend notwendig, den jungen Mädchen/Frauen seriöse Perspektiven im eigenen Land zu eröffnen. Aus diesem Grund hat pro filia mit Unterstützung des SI Clubs Münster- Mauritz und Rhenen/Veenendaal 2015 zusätzliches Geld für vermehrte Aufklärungskampagnen, für das Gehalt von 5 zusätzlichen Grenzbeobachterinnen und für 5 Schneidereien an MAITI überwiesen. In jeder sollen 6 junge Frauen Arbeit finden, die zuvor in unserem Reha-Heim ausgebildet wurden. MAITI wollte diese Schneidereien so schnell wie möglich aufbauen, musste allerdings mehrere Monate auf die staatliche Genehmigung dafür warten und trifft zusätzlich durch Infrastrukturprobleme, mangelndes Benzin, Straßenbarrikaden und vieles mehr auf massive Hindernisse, die Schritt für Schritt überwunden werden müssen.

 

2. Das Problem Mädchenhandel

In vielen Gegenden Nepals haben Mädchen seit Hunderten von Jahren fast keinen Wert. Sie kosten Geld, bei der meist frühen (Zwangs-)Heirat wird eine Mitgift erwartet und Töchter arbeiten dann im Haushalt des Mannes und versorgen dessen Eltern und nicht die eigenen. Häufig werden sie Opfer von häuslicher Gewalt und Vergewaltigungen.

Und nepalesische Mädchen werden massenhaft versklavt: Jährlich werden etwa 12 000 Mädchen in indische Bordelle verkauft und sexuell ausgebeutet. Sie sind oft erst zwischen 12- und 16 Jahre alt. Die überwiegende Zahl überlebt diese Zeit nicht - die Mädchen sterben an den Folgen von Gewalt und Krankheiten wie Aids, Hepatitis etc.! Wegen ihrer oft hellen Hautfarbe gelten Nepalesinnen in Indien als besonders schön. Außerdem gibt es in Indien einen zunehmenden Frauenmangel. Mädchen werden dort häufig abgetrieben oder direkt nach der Geburt getötet. Manche Mädchen werden aus dem Bordell befreit - z.B. durch ein von unserer nepalesischen Partnerorganisation MAITI in Indien aufgebautes Hilfsnetzwerk! Diese Mädchen unterstützt pro filia - denn die Eltern nehmen sie häufig nicht zurück. Und pro filia trägt auch dazu bei, für viele Mädchen den Verkauf ganz zu verhindern! Durch die von pro filia in Nepal finanzierten Projekte erhalten zahlreiche Mädchen und junge Frauen die Chance auf ein selbstbestimmtes und menschenwürdiges Leben.

Die Problemlage wird massiv verschärft durch die Erdbebenfolgen wie oben skizziert und durch die politische Lage, die in Nepal zurzeit äußerst angespannt ist und die in manchen Gebieten wie im Süden zu fast bürgerkriegsähnlichen Zuständen führt.


 

3. Aktivitäten in Nepal

3.1. Zusammenarbeit mit MAITI Nepal

MAITI building in Kathmandu
MAITI Gebäude in Kathmandu

2015 - dem 6. Kooperationsjahr - wurde die schon bisher konstruktive Zusammenarbeit mit MAITI besonders intensiv. Durch die Erdbeben, unsere Angst um viele Menschen, die wir in Nepal kennen, den täglichen Kontakt wegen Überweisung und Eingangsbestätigung der Gelder für Überlebenshilfe, die sehr ausführlichen und besorgniserregenden Berichte zur Lage in Nepal sind sich MAITI und pro filia noch näher gerückt. Für den November 2015 planten die Geschäftsführerin und ein Vorstandsmitglied, erneut MAITI in Kathmandu und die von pro filia finanzierten Projekte im Osten Nepals an der Grenze zu Indien zu besuchen. Wie oben dargestellt, musste die Reise wegen der gefährlichen politischen Gemengelage und fehlendem Benzin für das notwendige Auto abgesagt werden. Wir wollen 2016 so schnell wie möglich wieder nach Nepal reisen.

 

3.2 pro filia-Projekte in Nepal

Projekt 1: Aufklärungskampagnen und Aufbau von Hilfsnetzwerken

Ziele dieses Projekts sind,

  • Menschen über die drohenden Gefahren der Versklavung aufzuklären bei scheinbar attraktiven Jobangeboten oder Heiratsversprechen.
  • die Wiedereingliederung überlebender Mädchen zu verbessern, die bisher auf viel Ablehnung stoßen.
  • ein Hilfsnetzwerk für Mädchen aufzubauen.

Durchgeführt werden die Kampagnen unter Beteiligung junger Frauen, die - bei MAITI angestellt - selbst Überlebende von Mädchenhandel sind.


Awareness campaigns in villages and schools  Awareness campaigns in villages and schools

Aufklärungskampagnen in Dörfern und Schulen


Ende 2015 haben wir die finanzielle Unterstützung dieses Arbeitsbereichs ausgeweitet, um während der Katastrophenzeit möglichst viele Mädchen durch intensive Aufklärung der Familien und den intensivierten Aufbau von Hilfsnetzwerken vor einem Verkauf zu bewahren.


Ergebnisse 2015 in den Einzugsgebieten von Pashupatinagar, Bhairahawa und Itahari:



  • In Tür-zu Tür-Informationskampagnen wurden insgesamt rund 8000 Menschen über die Gefahr von Mädchenhandel und Hilfsmöglichkeiten aufgeklärt.
  • An Marktagen wurden in 16 Dörfern Straßentheater zum Thema Mädchenhandel durchgeführt. Diese Methode hat sich - verbunden mit dem Verteilen von Informationsmaterial - als besonders erfolgreich erwiesen.
  • Weitere 4 Dorfgemeinschaften erhielten Informationen zum Thema durch Vorträge und Gesprächsrunden.
  • Für 50 PolizistInnen fanden zwei zweitägige Schulungen statt zum Thema Mädchenhandel - Alarmsignale, Handelswege und Hilfsmöglichkeiten.
  • 30 Frauen erhielten eine Schulung zum Thema Frauenrechte, Mädchenhandel, häusliche Gewalt, sexuellem Missbrauch und Hilfsmöglichkeiten. Zurück in ihren Heimatdörfern starteten sie Aufklärungskampagnen und verteilten Informationsmaterial.
  • In 3 Schulen wurden SchülerInnen und Lehrer über die Gefahren aufgeklärt.
  • An 16 Aktionstagen informierte das Schutzhaus an einem Stand über Gewalt gegen Frauen und Hilfsmöglichkeiten.
  • Es fanden an vielen Orten Aufklärungsveranstaltungen und Demonstrationen für Mädchenrechte statt, wurden Informationsmaterialien verteilt und viele Aufklärungsplakate geklebt.
  • Eine 5-Tage-Fortbildung wurde für die 32 Frauen veranstaltet, die diese Schulungen und Kampagnen nach dem ToT-Programm (= training of trainers) durchführen.
  • Es fand eine Informationsveranstaltung zu Mädchenhandel für 40 MitarbeiterInnen aus dem Hotel- und Transportwesen statt.
  • Auch 2015 trafen sich regelmäßig Schutzhaus-MitarbeiterInnen mit PolitikerInnen, PolizistInnen, BehördenvertreterInnen, örtlichen Würdeträgern und NGOs, um über Mädchenhandel zu informieren und das notwendige Hilfsnetzwerk weiter auszubauen.
  • Beim Internationalen Frauentag diskutierten im Schutzhaus Pashupatinagar 104 Vertreterinnen aus vier Ilam-Bezirken über Frauenrechte, Gewalt gegen Frauen, Mädchenhandel und Hilfsmöglichkeiten.
  • Zusätzlich wurden Aktionen zum Tag gegen Menschenhandel, zum Tag der Menschenrechte, zum Weltfrauentag und Weltaidstag durchgeführt.
  • Grenzüberschreitend fanden 2015 drei Netzwerktreffen statt zum Thema Mädchenhandel mit insgesamt 186 VertreterInnen indischer Hilfsorganisationen und der Polizei.


Projekt 2: Grenzbeobachterinnen

Grenzbeobachterinnen sind gerettete junge Frauen, die von MAITI ausgebildet wurden und einen Arbeitsplatz direkt an belebten Grenzübergängen nach Indien erhalten. Aufgrund ihrer eigenen Erfahrung sprechen sie ihnen als gefährdet erscheinende Mädchen direkt an und bieten als sofortigen Zufluchtsort das Schutzhaus an.


Border guards at the Indian border  Border guards at the Indian border
Grenzbeobachterinnen an der indischen Grenze

Mit Hilfe des kooperierenden SI Clubs Rhenen/Veenendaal konnten im Frühjahr 2015 fünf zusätzliche Grenzbeobachterinnenstellen eingerichtet werden, so dass jetzt insgesamt die Gehälter von 25 Grenzbeobachterinnen finanziert werden.

Während der Gewaltausbrüche besonders an den Grenzen zu Indien nach der Verabschiedung der neuen Verfassung mussten einige Grenzbeobachterinnen mehrfach um ihr Leben rennen, um sich vor den Schusswechseln zu schützen. Es wurde danach sehr genau überlegt, wann sie ihre Arbeit mit welchem Schutz leisten können. Die Folge ist, dass sie ab September 2015 nicht wie sonst täglich an den Grenzen zu Indien stehen und gefährdete Mädchen ansprechen konnten, sondern selbst immer wieder Sicherheit im Schutzhaus suchen mussten.

Die 25 Grenzbeobachterinnen arbeiten an acht Grenzübergängen nach Indien. Jede von ihnen vermittelt jährlich im Durchschnitt 50 junge Mädchen direkt von der indischen Grenze in ein MAITI-Schutzhaus. Mit den jetzt finanzierten 25 Stellen werden also jedes Jahr etwa 1250 Mädchen vor dem Verkauf in ein Bordell bewahrt.

 

Beispielhaft für die Arbeit der Grenzbeobachterinnen hier die Ergebnisse 2015 an der Grenze in Pashupatinagar:

  • In Pashupatinagar wurden 2015 von 4 Grenzbeobachterinnen insgesamt 1333 Mädchen bzw. junge Frauen an der Grenze von Grenzbeobachterinnen im persönlichen Gespräch über die Gefahren aufgeklärt.
  • In rund 13 000 Pkws, Lastwagen und Rikschas wurden die Insassen kontrolliert.
  • 518 Mädchen/junge Frauen konnten an der Grenze überzeugt werden, dass ihre Reise nach Indien für sie äußerst gefährlich werden kann. Sie kehrten nach Hause zurück oder wurden in das Schutzhaus vermittelt.
  • Zusätzlich erhielten 1333 ausreisende Mädchen/junge Frauen direkt beim Grenzübertritt Informationen über die Gefahr von Menschenhandel in Indien und über Schutzmöglichkeiten.

 

Projekt 3: Das Schutzhaus Pashupatinagar

Schutzhäuser bieten gefährdeten Mädchen direkt an der Grenze sofortige Hilfe und sind auch der erste Zufluchtsort für die Mädchen, die aus indischen Bordellen befreit werden konnten. Auch bei Fällen häuslicher Gewalt finden Mädchen und Frauen hier Unterstützung.


The Transit home in Pashupatinagar
Das Schutzhaus in Pashupatinagar

Family counseling in the Transit home
Familienberatung im Schutzhaus

 

Ergebnisse 2015 für das Schutzhaus Pashupatinagar:

  • Das Schutzhaus Pashupatinagar bietet Platz für den Aufenthalt von parallel 20 Mädchen/ jungen Frauen, die manchmal nur sehr kurz bleiben, manchmal für längere Zeit - je nach Bedarf. Es wird Kontakt mit den Eltern aufgenommen, wenn die Mädchen den Wunsch äußern. In Familiengesprächen wird dann geklärt, ob das Mädchen nach Hause zurückkehrt oder z.B. in ein Reha-Heim verlegt wird.
  • Das Schutzhaus intervenierte 2015 erfolgreich bei 518 Mädchen/junge Frauen und bewahrte sie damit vor einem Verkauf. Davon konnten 121 junge Mädchen und Frauen zu ihren Familien zurückkehren.
  • Das Schutzhaus stellt auch den zentralen Ansprechpartner bei weiteren Gewalttaten gegen Mädchen/junge Frauen dar: 17 Mädchen kamen aus Situationen häuslicher Gewalt in das Schutzhaus.
  • 2015 wurden vier Vergewaltigungen vor Gericht gebracht und zwei Prozesse mit der Verurteilung der Täter beendet. Sie wurden zu Gefängnisstrafen von 5 und 8 Jahren verurteilt.
  • 2015 wurden in Pashupatinagar 17 vermisste Mädchen gesucht, von denen MAITI 6 ausfindig machen und nach Hause zurückbringen konnte.
  • 2015 organisierte das Schutzhaus Pashupatinagar für 44 alleinstehende Frauen aus mehreren Dörfern eine fünftägige Fortbildung zur Pilzzucht, um ihnen ein eigenes Einkommen zu ermöglichen und damit vor der Gefahr einer Versklavung zu schützen.
 

Das Schutzhaus Bhairahawa:

Der finanzielle Zuschuss von pro filia für das Schutzhaus Bhairahawa ist nur noch gering, da sich andere Spender fanden. Das Geld wird vor allem für den Aufbau von Hilfsnetzwerken und Aufklärungskampagnen im Bezirk Bhairahawa eingesetzt, die vom Schutzhaus organisiert werden. Die Ergebnisse sind unter dem Punkt Aufklärungskampagnen dargestellt.  

 

The Bhairahawa Transit home

Das Schutzhaus Bhairahawa

 

Projekt 4: Das Reha-Heim Itahari

Gerettete Mädchen, die nicht nach Hause zurückkehren können oder wollen, werden auf Wunsch in ein MAITI-Reha-Heim verlegt. Hier werden sie auf ein selbständiges Leben vorbereitet, lernen zu lesen und zu schreiben und nehmen an beruflichen Trainings teil. Es gibt Kurse z.B. zu moderner Landwirtschaft, zur Hotelköchin, zur Schneiderin etc.:

The Itahari Rehabilitation home  The Itahari Rehabilitation home

The Itahari Rehabilitation home  The Itahari Rehabilitation home

 

Ergebnisse 2015:

  • 2015 wurden 37 gerettete Mädchen/junge Frauen im Reha-Heim betreut. Sie beginnen, lesen, schreiben und rechnen zu lernen und erhalten viele Informationen ihren zukünftigen Alltag betreffend - wie z.B. Schutz vor HIV, Gefahren früher Heirat, Geburtenkontrolle, Frauenrechten, Hilfsmöglichkeiten und Schutz gegen Menschenhandel. Ihr Alter lag zwischen 15 und 27 Jahren.
  • 25 Mädchen/junge Frauen schlossen das Berufstraining ab, 3 führten ihre Ausbildung in einem MAITI-Haus in Kathmandu fort. 10 Mädchen kehrten auf ihren Wunsch hin in ihre Familien zurück. Im Bezirk Sunsari, in dem Itahari liegt, finden dann auch Hausbesuche statt.
  • Bei kriminellem Geschehen wie Vergewaltigung, Mädchenhandel etc. wird Anzeige erstattet.

 

Projekt 5: Post-Reha-Angebote

Im Reha-Heim Itahari werden jährlich ca. 35-40 gerettete junge Mädchen/Frauen ausgebildet - z.B. zur Schneiderin. Nach der Entlassung entstehen immer wieder Probleme, einen Arbeitsplatz zu finden, der ein eigenständiges Leben ermöglicht. Um hier hilfreiche Lösungen zu finden, wurde mit MAITI ein Konzept zur Arbeitsplatzbeschaffung entwickelt. Durch Anschubfinanzierungen und Mikrokredite sollen die ausgebildeten jungen Frauen die Chance erhalten, ein für ihren Lebensunterhalt ausreichendes Einkommen zu verdienen. Als erster Schritt wurde der Aufbau von 5 Schneidereien geplant, in denen jeweils 6 junge Frauen beschäftigt sind. Das dafür notwendige Geld überwies pro filia mit Unterstützung des SI Clubs Münster-Mauritz im Juni 2015. MAITI wollte diese Schneidereien so schnell wie möglich aufbauen, musste aber mehrere Monate auf die staatliche Genehmigung dafür warten und traf dann aufgrund der bürgerkriegsähnlichen Zustände auf Infrastrukturprobleme, mangelndes Benzin, Straßenbarrikaden und auf andere massive Hindernisse, die jetzt erst Schritt für Schritt überwunden werden müssen.

 

Projekt 6: Pilzfarm

Die Pilzfarm dient als Heimstatt für gerettete junge Frauen, die aufgrund ihrer schweren Traumatisierungen psychisch oder physisch gebrochen sind. Wenn nötig, erhalten sie hier Betreuung bis an ihr Lebensende. Es leben gleichzeitig 4 - 5 gerettete junge Mädchen hier. pro filia übernahm die zweijährige Anschubfinanzierung der Farm. Nach Aussage von MAITI trägt sich die Farm ab 2015 selbst durch den Pilzverkauf.


Mushroom farm near Kathmandu
Pilzfarm bei Kathmandu

 

Projekt 7: Das PC-Projekt

pro filia will nicht nur Ausbildungen in klassischen Frauenberufen, sondern auch berufliche Möglichkeiten schaffen, die vielfältiger sind, mehr Einkommen versprechen und zu mehr Selbstbewusstsein führen. Nach einem sehr erfolgreichen Probetraining für elf Mädchen finanziert pro filia seit 2013 die PC-Trainings für jährlich 40 Mädchen. Das Programm wird zum einen präventiv angeboten: Mädchen aus prekären Familienverhältnissen werden durch diese Ausbildung geschützt vor einem Verkauf. Zum anderen bietet es auch geretteten jungen Frauen eine eigenständige Lebensperspektive. Auch die Kosten für die Einrichtung des dafür notwendigen PC-Trainingsraums wurden von pro filia übernommen.

Trotz aller Katastrophen im Jahr 2015 wurden auch in diesem Zeitraum 40 Mädchen/junge Frauen am PC ausgebildet.

Computer training in the education center, including awareness program about the dangers of sex trafficking  Computer training in the education center, including awareness program about the dangers of sex trafficking

Ein PC-Kurs im PC-Ausbildungszentrum inkl. Aufklärung über Mädchenhandel

Beim Treffen mit MAITI Ende 2013 wurde beschlossen, an 20 Orten im Bezirk Ilam (Pashupatinagar) jeweils ein Schreibbüro aufzumachen, besetzt mit jeweils 2 jungen Frauen, die das Training abgeschlossen haben. Dafür werden Orte ausgesucht, in denen dieses Angebot noch nicht vorhanden ist. Zusätzlich zu Computern werden Kopierer aufgestellt. Neben diesen Dienstleistungen werden auch Informationen über Mädchenhandel und Schutzmöglichkeiten gegeben. Durch diese Informationen und das Erlernen von PC-Kompetenzen sollen - neben den Arbeitsplätzen für die jungen Frauen - auch weitere Mädchen möglichst immunisiert werden gegen verführerisch klingende Stellenangebote z.B. in Indien.

Für die Installation der Schreibbüros nimmt MAITI mit Dorfautoritäten Kontakt auf, um den Bedarf herauszufinden. Mit deren Unterstützung im Rücken wird dann versucht, Eltern und weitere Angehörige der jungen Frauen für das Projekt zu gewinnen und erst dann das Schreibbüro zu installieren. MAITI beschreibt den Aufbau und die Akzeptanz der ersten fünf Büros als sehr erfolgreich. Damit wurde für 10 gerettete und am PC ausgebildete junge Frauen ein Arbeitsplatz geschaffen. Jetzt sollen nach und nach die restlichen 15 Schreibbüros eingerichtet werden, was sich aber durch das Erdbeben und die bürgerkriegsähnlichen Zustände verzögert. Ziel ist, 40 am PC ausgebildeten junge Frauen einen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen.

 

Establishment of one of the first typing offices
Einrichtung eines der ersten Schreibbüros 

Village women informing themselves
Dorffrauen informieren sich

 

4. Geplante Projekte 2016

KooperationenIm Jahr 2016 werden auf jeden Fall folgende Projekte finanziert:

  • Ausgeweitete Aufklärungskampagnen und Aufbau/Pflege von Hilfsnetzwerken in den Bezirken Ilam/Pashupatinagar, Bhairahawa und Itahari
  • Die Gehälter von 25 Grenzbeobachterinnen
  • Das Schutzhaus Pashupatinagar an der indischen Grenze zu Darjeeling
  • Das Reha-Heim Itahari
  • Die Finanzierung der PC-Ausbildung für 40 Mädchen
  • Weitere Schreibbüros für am PC ausgebildete junge Frauen, sobald MAITI Standorte dafür gefunden hat.

Sollten die finanziellen Möglichkeiten bestehen, werde mit MAITI folgende Projekte diskutiert und bezahlbare, gemeinsame Lösungen umgesetzt:

  • Selbstverteidigungskurse für Mädchen
  • Not-Telefon für Mädchen in Gefahr
  • Eine verbesserte Sanitärsituation für Grenzbeobachterinnen durch das Aufstellen von Toiletten
  • Frauentaxis: Unser Vorschlag, junge Frauen zu Fahrerinnen auszubilden, was bisher in Nepal völlig unüblich ist, fand große Resonanz. Diese Frauen könnten einmal einen Taxidienst für andere Frauen anbieten, aber auch VertreterInnen von Hilfsorganisationen wie z.B. pro filia fahren, die ja immer auf ein Auto im Land angewiesen sind, aber durchgängig von Männern chauffiert werden. Dieses Projekt soll angegangen werden, sobald das PC-Projekt sich selbst trägt.

 

5. Kooperationen

Mit dem SI-Club Münster-Mauritz besteht bereits seit Mitte 2014 eine Kooperation, mit dem SI Club Rhenen/Veenendaal seit Herbst 2014. Anlässlich des SI-Benefizfrühstücks Anfang 2015 fand ein Treffen gemeinsam mit Vertreterinnen der beiden SI-Clubs und pro filia statt, an dem die Zusammenarbeit konkretisiert wurde:

  • Die beiden SI-Clubs werden in den Jahren 2015 und 2016 insgesamt 12 000 € für pro filia sammeln, von denen fünf zusätzliche Grenzbeobachterinnenstellen, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen nach Reha, Selbstverteidigungskurse und Schreibbüros finanziert werden sollen.
  • Zusätzlich unterstützen Mitglieder des SI Münster-Mauritz pro filia-Aktionen personell, was sich bei der Kunstauktion schon bestens bewährt hat!

Cooperation meeting SI Club MS Mauritz, SI Club       Rhenen/Veenendaal and pro filia on Feb 28, 2015     28,2015
Kooperationstreffen SI Club MS-Mauritz, SI Club
Rhenen/Veenendaal und pro filia am 28.2.2015

   Charity breakfast of the SI Club   Muenster –Mauritz, Feb
Benefizfrühstück des SI Clubs
Münster-Mauritz, 28.2.2015

Zusätzlich organisierte der SI-Club Münster-Mauritz am 28.6.2015 in Münster ein Treffen mit den beiden Vertreterinnen des SI Clubs Rhenen/Veenendaal, die sich zurzeit des Erdbebens in Kathmandu aufhielten und kurz vorher noch mit unserem Ansprechpartner Sabin Gurung bei MAITI zusammentrafen, um sich vor Ort auch über die pro filia finanzierten Projekte zu informieren - ein sehr spannender Bericht! Sie erlebten MAITI als äußerst kompetente und Vertrauen erweckende Hilfsorganisation - eine Einschätzung, die auch wir von pro filia teilen. Und beide Frauen haben das Erdbeben als sehr aufwühlende Erfahrung beschrieben, bei der sie auch viel Hilfsbereitschaft der betroffenen NepalesInnen und der ausländischen BesucherInnen untereinander erlebten.

Nicoline Adèr and Margreet Hagelstein from the Rhenen/Veenendaal SI Club
Nicoline Adèr und Margreet Hagelstein
vom SI Club Rhenen/Veenendaal 

 Insgesamt überwiesen die beiden SI-Clubs im Jahr 2015 bereits rund 7.900 € für die vorher abgesprochenen Projekte in Nepal und 500 € für Überlebenshilfe nach Erdbeben.

Seit 6/2015 beteiligt sich auch der SI-Club Isle of Man an der Kooperation, wofür wir von ganzem Herzen danken! Mit der ersten Spende konnte das Jahresgehalt einer Grenzbeobachterin finanziert werden.

 

6. Aktivitäten 2015

2015 wurden wieder viele Aktionen durchgeführt, um das Thema "Mädchenhandel" weiter bekannt zu machen und neue Mitglieder und Spenden für unsere Projekte zu erhalten:

6.1 Aktionen 2015 von pro filia:

  • pro filia Präsentation beim Benefiz-Frühstück des SI-Clubs Münster Mauritz am 28.2.15:

pro filia presentations

  • pro filia Präsentation bei der GGB-Frühjahrestagung in Lahnstein am 28.3.15 vor mehr als 700 TeilnehmerInnen. Dabei konnten 15 neue Mitglieder gewonnen werden.

  • pro filia Kunstauktion am 18./19.4.15. Die erhaltenen Spenden gingen in die Projektförderung - nicht in die Überlebenshilfe nach dem Erdbeben, wofür andere Geldquellen nach dem Spendenaufruf aufgetan werden konnten:

pro filia presentation  pro filia presentation


pro filia presentation  pro filia presentation

pro filia presentation  pro filia presentation

  • Spendenaufruf für unsere Nepal-Projekte und weitere hilfsbedürftige Menschen nach dem Erdbeben am 28.4.15, der rund 30.000 € erbrachte, die sofort für Überlebenshilfe nach Nepal überwiesen wurden.

  • Doppelkopfabend am 24.4.15 und am 30.10.15:

Doppelkopf (German game of cards) night
Doppelkopf-Abend im Le Midi, Münster

  • pro filia Informationsstand am Benefiz-Tag für Nepal in der Pleister Mühle am 5.6.2015:

  • Nepal charity day at the “Pleistermuehle”


  • pro filia Informationsstand auf dem zweitägigen Kreuzviertelfest Münster am 22./23.8.2015 
Kreuzviertelfest  Kreuzviertelfest


  • pro filia Präsentation im Gemeindesaal der Matthäuskirche Gütersloh am 20.12.2015. Die evangelischen Kirchengemeinden Gütersloh haben sich entschieden, die gesamte Adventskollekte für die Arbeit von pro filia in Nepal zur Verfügung zu stellen.
     
  • 2014 hatte sich pro filia bei der Staatsanwaltschaft beworben um Gelder, die bei Verurteilungen an eine gemeinnützige Organisation gespendet werden müssen. Wir wurden anerkannt und erhielten 2015 erstmals auf diese Weise Gelder in Höhe von 2.000 €.

 

6.2 Aktionen für pro filia

  • Schulprojekt SozialGenial: Pauline Willenbrink, Maja Giesbert und Lotte Hennecke stellten die Arbeit von pro filia vor und sammelten Spenden durch den Verkauf selbstgebackener Kuchen:

School project SozialGenial

  • Kochkunst-Aktion für Nepal: Die Einnahmen des vegetarischen Mittagstischs vom 6.5.15 wurden pro filia zur Verfügung gestellt.
     
  • Die Einnahmen aus Aasee-Spaziergängen der Lach-Yoga-Lehrerin Veronika Spogis am 17.5.15 und am 12.9.15 spendete sie an pro filia.
     
  • "Paddeln und Golfen für Nepal": Benefizaktion des Landgasthofs und der Kanustation Pleister Mühle am 5.6.15:

charity event at the Pleistermuehle

  • Zahlreiche Boule -Turniere,
    organisiert von Konrad Averbeck:

Series of Boules tournaments


  • pro filia Projekt in einer Schule in Leimen,
    organisiert von Michael Beck:

project in a School in Leimen

  • pro filia-Spendensammlung durch SchülerInnen der Papst-Johannes-Schule Münster,
    organisiert von Christoph Böcker

pro filia fundraising at the Papst-Johannes School Muenster

  • Spende von Karlheinz Busen am 19.9.2015

Donation of Karlheinz Busen on September 19, 2015:

  • Yoga-Sommer, organisiert von Leben & Reisen: Yoga fand jeden Freitag, 17.30 h, zwischen Juli und September auf der Aa-See-Wiese statt. Es stieß auf großes Interesse  -  auch der WDR zeigte eine Kurzdokumentation dazu im Fernsehen. Insgesamt kamen zu den Yogaterminen fast 500 TeilnehmerInnen, von denen jede/r 5 € zahlten, die in vollem Umfang an pro filia gespendet wurden. Am 25.9.15 wurde pro filia das Geld von Ilona Tertilt und Dagmar Merforth überreicht.

Yoga Summer  Yoga Summer

  • Mit dem Verkauf von Büchern erzielten Tina Reuther und Isabelle Feix 600 €, die sie an pro filia überwiesen.
  • Adventskollekte der evangelischen Gemeinden Gütersloh in Höhe von insgesamt 10.500€.
  • Das Herbstfest des Ehepaars Jesse brachte mehr als 4.000 € Spenden für pro filia!
  • Claudia Hollstein sang mit ihrem Chor auf einem Konzert der Ev.-Lutherischen Kirchenkreis Preetz - der Erlös von 550 € wurde an pro filia gespendet.
  • Weitere Spenden erhielt pro filia anlässlich von Geburtstagen, Beerdigungen, Hochzeiten, Festen.

6.3 Sponsoring 2015

Für die Kunstauktion 2015 konnten wir folgende SponsorInnen gewinnen:

  • Personelle Unterstützung, Räumlichkeiten, Technik, Wachdienst : Fachhochschule für Design Münster
  • Versicherung der Kunstwerke: Gauby-Skusa GmbH Münster
  • Sonderkonto, EC-Einzugsgerät: Volksbank Münster
  • Druckkosten Plakate und Einladungen, Porto: Botz GmbH Münster
  • Verwaltungsmaterialien: praepaed e.V. Detmold
  • Kaffee, Becher (Röstbar Münster), Kaffeemaschine (Café Nobis Münster), Blumensträuße (Roland Terhaer, Münster), Tartes (Kochkunst Münster).

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen UnterstützerInnen der Aktionen - bei den Mitgliedern, SpenderInnen, SponsorInnen, StandsteherInnen und KuchenbäckerInnen!

Ganz großen Dank auch an Norbert Langer, der auf der pro filia Website für die englischen Übersetzungen sorgte.

 

6.4 Aktionsideen für 2016

  • Weitere Präsentationen wo möglich
  • Kontaktaufnahme zu SteuerberaterInnen wegen Restgeld-Spenden
  • Verteilen von Flyern auf dem Wochenmarkt
  • Informationsstand auf dem Kreuzviertelfest Münster
  • Doppelkopfabende
  • WN-Weihnachtsaktion 2016
  • Erneute Kontaktaufnahme zu Zeitungen
  • Video zu pro filia
  • Systematisches Verschicken des Jahresberichts 2015

     
7. Situation des Vereins pro filia Ende 2015

7.1 

Mitgliederzahl

Ende 2015 hat pro filia 183 Mitglieder! Die nächste Mitgliederversammlung findet an 8.4.2016 um 19 Uhr im Café Arte in der Königsstraße 43 in Münster statt.

7.2. Finanzen

Die auf der letzten Mitgliederversammlung gewählten Kassenprüfer Hajo Schoo und Dr. Werner Brüren haben den Jahresabschluss 2014 geprüft und für korrekt befunden. Die Mitglieder entlasteten den Vorstand auf der diesjährigen Mitgliederversammlung am 9.6.2015. Auch das Finanzamt Münster hat im August 2015 erneut einen Freistellungsbescheid erteilt.

2015 überwies pro filia insgesamt 104 200 € an MAITI - 74 200 € für die Projekte, 30 000 € für Überlebenshilfe nach Erdbeben. Die Ausgaben in Höhe von knapp 5 400 Euro (Programmier-, Grafiker-, PC- und Bankkosten) wurden von Vorstands- und Geschäftsführungsspenden und Sponsoring bezahlt. Alle übrigen Förderbeiträge und Spenden gehen zu 100 % nach Nepal. Gut 60 000 Euro wurden in das Jahr 2016 übertragen - womit unsere erste Überweisungsrate an MAITI im April 2016 gut abgesichert ist.

Die detaillierte Bilanz 2015 - wie bereits die Bilanzen 2008-2014 - und alle Spenden über 1000 Euro sind auch für 2015 auf unserer Homepage unter dem Punkt „Selbstverpflichtungserklärung“ eingestellt.

 

7.3. Vorstand

Der pro filia- Vorstand wurde in der Mitgliederversammlung 2014 das erste Mal in erweiterter Form für zwei Jahre gewählt, so dass erst wieder auf der Mitgliederversammlung 2016 Vorstandswahlen stattfinden. Zurzeit befinden sich im Vorstand: Mechthild Spener als Vorstandsvorsitzende, Bernd Brixius als Kassenwart, Ina Specht, Josef Humbert, Brigitte Wierling, Jan Sprünken.

Wir danken MAITI, die unter widrigsten Umständen die Arbeit in den Projekten aufrechterhalten und alles tun, um den betreuten Mädchen und jungen Frauen Sicherheit und Versorgung zu gewährleisten. Dabei ist MAITI dringend auf unsere Unterstützung angewiesen - Lebensmittelpreise, Koch- und Heizkosten steigen rasant. pro filia bietet Unterstützung an, die zu 100% bei den Betroffenen ankommt.

Wir gehen in das Jahr 2016 mit der Hoffnung, dass die schwierige Lebenssituation für die Menschen in Nepal sich bald zum Besseren wendet!

 

 

Dr. Johanne Feldkamp
Geschäftsführerin pro filia e.V.