Aktuelles

pro filia Jahresbericht 2016

1. Einleitung

Im Vordergrund unserer Arbeit im Jahr 2016 stand die Stabilisierung der sehr schwierigen Situation in Nepal nach dem Katastrophenjahr 2015. Das Erdbeben Ende April 2015 und die bürgerkriegsähnlichen Zustände nach der Verabschiedung der neuen Verfassung im September 2015 haben die vorher schon sehr instabile Situation noch massiv verschlimmert. Drei Millionen Menschen lebten Anfang 2016 noch in Notunterkünften. Aufgrund der Blockade der Grenze zu Indien kamen kein Kochgas und Benzin mehr ins Land. Obwohl Geberländer nach dem Erdbeben 4 Milliarden Euro für den Wiederaufbau zugesagt hatten, wurde von der nepalesischen Regierung erst im Januar 2016 ein Gesetz für Wiederaufbau verabschiedet. Danach fuhren Regierungsbeamte durch die zerstörten Dörfer, erhoben den Bedarf und zahlten die ersten Gelder für den Wiederaufbau aus - ein Jahr nach dem Erdbeben! Ein großes Problem stellt auch der Mangel an Fachkräften für den Häuserbau dar: Viele ausgebildete Nepalesen arbeiten in Katar für die Fußballweltmeisterschaft - oft auch wie Sklaven ausgebeutet!

Aufklärungskampagnen nach den Katastrophen
Aufklärungskampagnen nach den Katastrophen

Die Lage in Nepal war auch 2016 noch für die gesamte Bevölkerung - aber besonders für junge Mädchen und Frauen - sehr belastend. Krisenzeiten sind Hoch-Zeiten für Mädchenhändler. Durch die katastrophalen Lebensbedingungen, die fehlende Unterstützung der nepalesischen Behörden, die falschen Ehe- und Job-Versprechungen der Mädchenhändler und die Hoffnung armer Familien auf eine Esserin weniger ist die Zahl verschleppter Menschen nach Aussage der nepalesischen Menschenrechtskommission vom April 2016 nach der Katastrophe um mindestens 15-20 % gestiegen. Dabei handele es sich vor allem um Mädchen1und junge Frauen, die häufig im Bordell oder als Arbeitssklavinnen missbraucht oder auch für den Organhandel verkauft würden.

Wichtig war es daher nach Aussage unseres Kooperationspartners vor Ort, MAITI Nepal, Mädchen und jungen Frauen verstärkt über diese Gefahren aufzuklären und ihnen berufliche Perspektiven im eigenen Land anzubieten. pro filia hat aus diesem Grund 2016 - mit finanzieller Unterstützung der mit uns kooperierenden Soroptimist Clubs Münster-Mauritz, Rhenen/Veenendaal (Niederlande)und Isle of Man (England) - die Aufklärungskampagnen intensiviert und zusätzliche Ausbildungsmöglichkeiten und Arbeitsplätze geschaffen - z.B. für noch mehr Grenzbeobachterinnen.

2016 war es endlich wieder möglich, die pro filia Projekte in Nepal zu besuchen - das erste Mal nach den Erdbeben und der Blockade der Grenzen zwischen Nepal und Indien. Die bewegende und ans Herz gehende Visite wird in der Beschreibung der einzelnen Projekte kurz dargestellt. Sabin Gurung - unser Ansprechpartner bei MAITI - begleitete uns auf der mehrtägigen Rundfahrt durch die Projekte.

Besuch des Schreibbüros von Fikkal
Besuch des Schreibbüros von Fikkal


2. Das Problem Mädchenhandel

In vielen Gegenden Nepals haben Mädchen seit Hunderten von Jahren fast keinen Wert. Sie kosten Geld, bei der meist frühen (Zwangs-)Heirat wird eine Mitgift erwartet, Töchter arbeiten dann im Haushalt des Mannes und versorgen dessen Eltern und nicht die eigenen. Häufig werden sie Opfer von häuslicher Gewalt und Vergewaltigungen.

Und nepalesische Mädchen werden massenhaft versklavt: Jährlich werden etwa 12 000 Mädchen in indische Bordelle verkauft und sexuell ausgebeutet. Sie sind oft erst zwischen 12- und 16 Jahre alt. Die überwiegende Zahl überlebt diese Zeit nicht - die Mädchen sterben an den Folgen von Gewalt und Krankheiten wie Aids, Hepatitis etc.! Wegen ihrer oft hellen Hautfarbe gelten Nepalesinnen in Indien als besonders schön. Außerdem gibt es in Indien einen zunehmenden Frauenmangel. Mädchen werden dort häufig abgetrieben oder direkt nach der Geburt getötet.

Manche Mädchen werden aus dem Bordell befreit - z.B. durch ein von unserer nepalesischen Partnerorganisation MAITI in Indien aufgebautes Hilfsnetzwerk! Diese Mädchen unterstützt pro filia - denn die Eltern nehmen sie häufig nicht zurück. Und pro filia trägt auch dazu bei, für viele Mädchen den Verkauf ganz zu verhindern! Durch die von pro filia in Nepal finanzierten Projekte erhalten zurzeit jährlich fast 2.000 Mädchen und junge Frauen die Chance auf ein menschenwürdiges Leben.

3. Zusammenarbeit mit MAITI Nepal

MAITI Gebäude in Kathmandu
MAITI Gebäude in Kathmandu


MAITI hat mit viel Engagement die pro filia-Projekte durch das Katastrophenjahr 2015 gebracht. 2016 - dem 7. Kooperationsjahr - wurde die konstruktive Zusammenarbeit sehr intensiv weitergeführt. Gemeinsam wurden erst per Email, dann durch den persönlichen Besuch in Nepal neue Konzepte entwickelt, um neben den bewährten bisherigen Angeboten noch weitere Projekte aufzubauen. Ziel war und ist, möglichst viele gefährdete Mädchen und junge Frauen durch berufliche Perspektiven im eigenen Land zu immunisieren gegen verführerisch klingende, angebliche Heiratsversprechen und Jobangebote der Mädchenhändler.


4. Die pro filia-Projekte in Nepal

Projekt 1: Aufklärungskampagnen und Aufbau von Hilfsnetzwerken

Ziele dieses Projekts sind,
  • Menschen über die drohenden Gefahren der Versklavung aufzuklären bei scheinbarattraktiven Jobangeboten oder Heiratsversprechen. 
  • die Wiedereingliederung überlebender Mädchen zu verbessern, die bisher auf vielAblehnung stoßen.
  • ein Hilfsnetzwerk für Mädchen aufzubauen.
Street theatre to inform on girls trafficking  Street theatre to inform on girls trafficking
Aufklärung durch Straßentheater

Durchgeführt werden die Kampagnen unter Beteiligung junger Frauen, die - inzwischen bei MAITI angestellt - selbst Überlebende von Mädchenhandel sind oder noch an der Grenze zu Indien aufgehaltenwerden konnten. Durch die Aufklärungskampagnen werden also auch Arbeitsplätze für gerettete junge Frauen geschaffen.

2015 und 2016 haben wir die finanzielle Unterstützung dieses Arbeitsbereichs ausgeweitet, um während und nach der Katastrophenzeit möglichst viele Mädchen durch intensive Aufklärung der Familien und den intensivierten Aufbau von Hilfsnetzwerken vor einem Verkauf zu bewahren.

Ergebnisse 2016 in den Einzugsgebieten von Pashupatinagar, Bhairahawa und Itahari:
  • Mit Tür-zu Tür-Aufklärung, Straßentheater, Informationsveranstaltungen zu Mädchenhandel und Hilfsmöglichkeiten wurden an Markttagen in vielen Dörfern rund 7.000 Personen erreicht.
  • Es wurden 796 Schlüsselpersonen wie PolizistInnen, LehrerInnen, BehördenvertreterInnen, HotelmitarbeiterInnen und Busfahrer zum Thema Mädchenhandel und Hilfsmöglichkeiten geschult.
  • 648 SchülerInnen und StudentInnen wurden aufgeklärt über Menschenhandel, Hilfsnetzwerke und Schutzmöglichkeiten.
  • Bei mehreren cross border-Veranstaltungen zum Thema Kooperationsmöglichkeiten beim Kampf gegen Mädchenhandel wurden 170 nepalesische und indische VertreterInnen von Grenzpolizei und Hilfsorganisationen geschult.
  • Unzählige Personen wurden durch insgesamt 46 Tagesveranstaltungen zum Thema Gewalt gegen Frauen und Rechte von Frauen erreicht.

Projekt 2: Grenzbeobachterinnen

Grenzbeobachterinnen sind gerettete junge Frauen, die von MAITI ausgebildet wurden und einen Arbeitsplatz direkt an belebten Grenzübergängen nach Indien erhalten. Aufgrund ihrer eigenen Erfahrung sprechen sie ihnen als gefährdet erscheinende Mädchen direkt an und bieten als sofortigen Zufluchtsort das Schutzhaus an.

Mit Hilfe der kooperierenden SI Clubs Münster-Mauritz, Rhenen/Veenendaal und Isle of Man konnten im Frühjahr 2016 zehn zusätzliche Grenzbeobachterinnenstellen eingerichtet werden, so dass jetzt 2016 und mindestens auch 2017 insgesamt die Gehälter von 30 Grenzbeobachterinnen finanziert werden. Die 30 Grenzbeobachterinnen arbeiten an acht Grenzübergängen nach Indien. Jede von ihnen vermittelt jährlich im Durchschnitt 50 junge Mädchen direkt von der indischen Grenze in ein MAITI-Schutzhaus. Mit den jetzt von pro filia finanzierten Stellen werden also jedes Jahr rund 1.500 Mädchen vor dem Verkauf in ein Bordell bewahrt.

November 2016: Treffen mit Grenzbeobachterinnen und Grenzpolizisten in Pashupatinagar  November 2016: Treffen mit Grenzbeobachterinnen und Grenzpolizisten in Pashupatinagar
November 2016: Treffen mit Grenzbeobachterinnen und Grenzpolizisten in Pashupatinagar



Bei unserem Besuch im November 2016 erhielten wir intensiven Kontakt zu den Grenzbeobachterinnen in Pashupatinagar und in Kakarvitta. Wir bewunderten, mit welch klarem Auftreten sie auf Rikschas und Autos zugehen, in denen ein gefährdetes Mädchen sitzen könnte. Sie lassen sich vom Fahrer die Papiere zeigen und holen auch Mädchen aus den Fahrzeugen. Es wird versucht, die Angaben telefonisch zu überprüfen. Die Grenzpolizei ist dabei immer in Sichtweite - eine schwere Arbeit in lauter, staubiger und wuseliger Atmosphäre.

In den anschließenden Gesprächen schilderten uns die Grenzbeobachterinnen eindringlich, dass sie die Arbeit als sehr sinnvoll erleben - sie werde aber immer schwerer, weil es vermehrt zu aggressiven Situationen komme. Junge Männer versuchten Mädchen zu umgarnen und dann mit Heiratsversprechen nach Indien zu locken. Auch die gefährdeten Mädchen erlebten dann die Grenzbeobachterin oft nicht als beschützend, sondern eher als Feindin, die die lang ersehnte Hoffnung auf Heirat und ein besseres Leben in Indien verhindern wolle. Die Mädchen glauben anfangs oft nicht, dass sie vor einem Verkauf in ein Bordell bewahrt wurden. Wir besprechen mit den Grenzbeobachterinnen und der Leitung, dass pro filia bereit ist, zusätzliche Fortbildungen wie z.B. Deeskalationstrainings zu finanzieren. Das Geld wird im 1. Quartal 2017 überwiesen werden.



Projekt 3: Das Schutzhaus Pashupatinagar

Schutzhäuser bieten gefährdeten Mädchen direkt an der Grenze sofortige Hilfe und sind auch der erste Zufluchtsort für die Mädchen, die aus indischen Bordellen befreit werden konnten. Auch bei Fällen häuslicher Gewalt finden Mädchen und Frauen hier Unterstützung.

Consultation in the Transit home after a case of domestic violence
Beratung im Schutzhaus nach häuslicher Gewalt


Bei unserem Besuch wurde gerade ein 14jähriges Mädchen von der Grenzpolizei ins Schutzhaus gebracht. Sie war nachts festgenommen worden, als sie mit einem jungen Mann die offene Grenze nach Indien überqueren wollte. Er hatte ihr die Ehe versprochen - wie 7 anderen jungen Mädchen auch. Das Mädchen war verzweifelt - sie liebe ihn und er sie. Jetzt kämen ihre Eltern, die sie schon als vermisst gemeldet hatten, um sie abzuholen. Dabei habe sie auf ein besseres Leben in Indien gehofft. Sie braucht noch viel Information und Unterstützung, um zu akzeptieren, dass sie vor einem Verkauf in ein Bordell bewahrt wurde.

Der junge Mann kam ins Gefängnis, ihm wird der Prozess gemacht. Bei Mädchenhandel drohen inzwischen Gefängnisstrafen zwischen 10-20 Jahren.

Ergebnisse 2016 für das Schutzhaus Pashupatinagar:

  • Das Schutzhaus Pashupatinagar bietet Platz für den Aufenthalt von parallel 20 Mädchen/ jungen Frauen, die manchmal nur sehr kurz bleiben, manchmal für längere Zeit - je nach Bedarf. Es wird Kontakt mit den Eltern aufgenommen, wenn die Mädchen den Wunsch äußern. In Familiengesprächen wird dann geklärt, ob das Mädchen nach Hause zurückkehrt oder z.B. in ein Reha-Heim verlegt wird.
  • Das Schutzhaus intervenierte 2016 erfolgreich bei insgesamt 545 Mädchen/junge Frauen - darunter eine Sieben- und zwei Achtjährige - und bewahrte sie damit vor einem Verkauf:
    • 531 Mädchen kamen direkt von der Grenze, an der sie noch aufgehalten werden konnten und
    • 14 kehrten aus Situationen mit sexueller Ausbeutung oder von Missbrauch z.B. als versklavtes Dienstmädchen zurück - zwei davon jünger als 14 Jahre.
  • Das Schutzhaus stellt auch den zentralen Ansprechpartner bei weiteren Gewalttaten gegen Mädchen/junge Frauen dar: 23 Mädchen kamen aus Situationen häuslicher Gewalt in das Schutzhaus. In Gesprächen mit allen Beteiligten wurde dann nach Lösungen gesucht und auch oft gefunden.
  • 2016 wurden vom Schutzhaus 96 vermisste Mädchen gesucht, von denen MAITI 22 ausfindig machen und nach Hause zurückbringen konnte.
Das Schutzhaus Bhairahawa:
Der finanzielle Zuschuss von pro filia für das Schutzhaus Bhairahawa ist nur noch gering, da sich andere Spender fanden. Das Geld wird vor allem für den Aufbau von Hilfsnetzwerken und Aufklärungskampagnen im Bezirk Bhairahawa eingesetzt, die vom Schutzhaus organisiert werden. Die Ergebnisse sind unter dem Punkt Aufklärungskampagnen dargestellt.


Projekt 4: Das Reha-Heim Itahari

Gerettete Mädchen, die nicht nach Hause zurückkehren können oder wollen, werden auf Wunsch in ein MAITI-Reha-Heim verlegt. Hier werden sie auf ein selbständiges Leben vorbereitet, lernen zu lesen und zu schreiben und nehmen an beruflichen Trainings teil. Es gibt Kurse z.B. zu moderner Landwirtschaft, zur Hotelköchin, zur Schneiderin etc.!

Bei unserem diesjährigen Besuch kam es zu intensiven Begegnungen mit den betreuten Mädchen, die sich im Reha Heim mit seiner einladenden Atmosphäre sehr wohl fühlten. Nach sechs Monaten werden sie entlassen, was ihnen Sorge bereitet, weil sie oft nicht wissen, wie es weiter gehen wird. Die meisten wollen gern selbständig Geld verdienen. Deswegen war es äußerst wichtig, dass pro filia verstärkt weitere Fortbildungen, Anschubfinanzierungen zur Schaffung von Arbeitsplätzen und Mikrokredite für den Aufbau eines eigenen kleinen Geschäfts zur Verfügung stellte. Die Ausweitungen 2016 werden unter den Projektpunkten 6 und 7 beschrieben.

Über unseren Besuchstag hinweg wurden die Kontakte zu den Mädchen immer lockerer. Sie sangen für uns, wir sangen für sie, was sie als Ehre erlebten ("Für uns hat noch nie jemand gesungen!") - und zum Schluss haben wir alle zusammen ausgelassen nach nepalesischer Musik getanzt. Der Abschied fiel schwer!

Betreute Mädchen kochen im Reha Heim  
Betreute Mädchen kochen im Reha Heim

Besuch im Reha Heim
Besuch im Reha Heim


Ergebnisse 2016:

  • 2016 wurden 35 gerettete Mädchen/junge Frauen im Reha-Heim betreut. Sie beginnen, lesen, schreiben und rechnen zu lernen und durchlaufen berufliche Trainings. Sie erhalten auch viele Informationen ihren zukünftigen Alltag betreffend - wie z.B. Schutz7vor HIV, Gefahren früher Heirat, Geburtenkontrolle, Frauenrechte, Hilfsmöglichkeitenund Schutz gegen Menschenhandel. Ihr Alter lag zwischen 18 und 26 Jahren. 
  • 31 Mädchen/junge Frauen schlossen das Berufstraining ab, 3 führten ihre Ausbildung in einem MAITI-Haus in Kathmandu fort. 
  • Von 47 als vermisst gemeldeten Mädchen konnten 14 gefunden werden. 
  • Bei kriminellem Geschehen wie Vergewaltigung, Mädchenhandel etc. wurde Anzeige erstattet.

Projekt 5: Pilzfarm

Die Pilzfarm sollte als Heimstatt für gerettete junge Frauen dienen, die aufgrund ihrer schweren Traumatisierungen psychisch oder physisch gebrochen sind. Es lebten gleichzeitig 4 - 5 gerettete junge Mädchen hier. pro filia übernahm eine zweijährige Anschubfinanzierung der Farm, sie sollte sich ab 2015 selbst durch den Pilzverkauf finanzieren. Leider wurde die Farm beim Erdbeben vollständig zerstört. Außerdem hatten sich die Anforderungen für die Arbeit als oft zu hoch herausgestellt für die traumatisierten Mädchen. Das Projekt wurde deswegen nach der Zerstörung nicht wieder aufgebaut.

Pilzfarm
Pilzfarm


Projekt 6: Ausbildungsangebote

Inzwischen finanziert pro filia eine Reihe von Ausbildungsmöglichkeiten für gefährdete und gerettete Mädchen und junge Frauen. Wie schon beschrieben, werden im Reha-Heim Itahari bereits seit längerer Zeit jährlich ca. 35-40 gerettete junge Mädchen/Frauen ausgebildet - z.B. zur Schneiderin, Köchin, Landwirtin, Pilzfarmerin.

Um nach den Katastrophen noch mehr Mädchen und jungen Frauen berufliche Perspektiven im eigenen Land zu ermöglichen und sie dadurch weniger verführbar zu machen für scheinbar attraktive Heiratsversprechen und Jobangebote in Indien durch Mädchenhändler, bat MAITI uns um die Finanzierung von zusätzlichen Ausbildungsmöglichkeiten.

Im Folgenden werden die Ausbildungsangebote dargestellt, die zusätzlich zu denen im Reha- Heim aufgebaut wurden:


Projekt 6.1: PC-Ausbildung

pro filia will nicht nur Ausbildungen in klassischen Frauenberufen, sondern auch berufliche Möglichkeiten schaffen, die vielfältiger sind, mehr Einkommen versprechen und zu mehr Selbstbewusstsein führen. Seit 2013 finanziert der Verein aus diesem Grund Computer- Trainings für jährlich 40 Mädchen. Das Programm wird zum einen präventiv angeboten: Mädchen aus prekären Familienverhältnissen werden durch diese Ausbildung geschützt vor einem Verkauf. Zum anderen bietet es auch geretteten jungen Frauen eine eigenständige Lebensperspektive. Auch die Kosten für die Einrichtung des dafür notwendigen PC- Trainingsraums wurden von pro filia übernommen. Trotz aller Katastrophen wurden sowohl 2015 als auch 2016 jeweils 40 Mädchen/junge Frauen am Computer ausgebildet.

Bei unserem Besuch fanden zusätzlich Wochenendtrainings statt für junge Mädchen ab 10 Jahren, um sie z.B. durch ein Malprogramm an PCs heranzuführen - eine gute Idee!

Junge Mädchen mit Malprogramm am PC
Junge Mädchen mit Malprogramm am PC


Projekt 6.2: Reparatur von Computer Hardware

2016 übernahm pro filia die Ausbildungskosten für 15 Mädchen/junge Frauen, die im Dezember 2016 mit dem Training zur Reparatur von Computer Hardware begannen.

Reparatur von Computer Hardware
Reparatur von Computer Hardware


Projekt 6.3: Ausbildung zur Imkerin

pro filia überwies 2016 auch das Geld für die Ausbildung von 40 Mädchen/jungen Frauen zur Imkerin. Das Projekt startete im Dezember 2016.

Ausbildung zur Imkerin
Ausbildung zur Imkerin


Projekt 6.4: Ausbildung zur Fahrerin

2016 boten wir MAITI an, erstmals Führerscheine für Mädchen zu finanzieren. Unser Ziel ist, dass im ersten Schritt junge Frauen
  • z.B. MitarbeiterInnen von Hilfsorganisationen wie pro filia zu den jeweiligen Projekten chauffieren, was bisher ausnahmslos von Männern geleistet wird - und im zweiten Schritt
  • als Fahrerinnen zusätzlich einen Taxidienst für Frauen anbieten. Dieses Modell "Frauentaxis für Frauen" wurde in Delhi nach dem Bekanntwerden der massenhaften Vergewaltigungen von Frauen in Indien aufgebaut.
Uns wurde von MAITI mitgeteilt, dass in Nepal sehr viele Menschen die Führerscheinprüfung nicht bestehen. Dazu käme erschwerend, dass Frauen bisher so gut wie nie am Steuer eines Autos säßen und für sie voraussichtlich noch höhere Hürden gelten würden. Wir baten MAITI, trotzdem drei jungen Frauen dieses Angebot zu machen.

Wir haben das Geld dafür im Oktober 2016 überwiesen. Bei unserem diesjährigen Besuch haben wir entschieden, dass es sinnvoll ist, im ersten Schritt den Führerschein für eine Motor-Rikscha zu machen, um sich mit dem Straßenverkehr vertraut zu machen. Als Nächstes steht dann der Auto-Führerschein an.

Projekt 6.5: Ausbildung im Gesundheitsbereich


In vielen Gegenden Nepals mangelt es massiv an medizinischen Versorgung. Hier sehen wir eine berufliche Zukunft für junge Frauen. Diese Arbeit wäre nicht nur sehr anerkannt, sondern würde mit großer Wahrscheinlichkeit auch ein ausreichendes Einkommen für ein menschenwürdiges Leben garantieren.

pro filia hat deswegen bei der letzten Reise nach Nepal den Kontakt hergestellt zur Rabindra- Puri-Foundation in Bhaktapur. Mit Herrn Puri wurden die Voraussetzungen besprochen, die für eine dreijährige Ausbildung zur Gesundheitsberaterin mit dem Schwerpunkt Homöopathie notwendig sind. MAITI wird jetzt die nächsten Schritte in Gesprächen mit Herrn Puri klären.



Projekt 7: Schaffung von Arbeitsplätzen

Nach Beendigung der Ausbildungen entstehen immer wieder Probleme, einen Arbeitsplatz zu finden, der ein menschenwürdiges Leben ermöglicht. Um hier hilfreiche Lösungen zu finden, wurde mit MAITI ein Konzept zur Arbeitsplatzbeschaffung entwickelt. Durch Anschubfinanzierungen und Mikrokredite sollen die ausgebildeten jungen Frauen die Chance erhalten, ein für ihren Lebensunterhalt ausreichendes Einkommen zu verdienen.

Projekt 7.1: Installation von Schreibbüros

Beim Treffen mit MAITI Ende 2013 wurde beschlossen, an 20 Orten im Bezirk Ilam (Pashupatinagar) ein Schreibbüro aufzumachen, besetzt mit mindestens zwei jungen Frauen, die die PC-Ausbildung abgeschlossen haben. Dafür werden Orte ausgesucht, in denen dieses Angebot noch nicht vorhanden ist. Neben Dienstleistungen wie Briefe schreiben, Kopieren, Scannen und Internetzugang werden auch Informationen über Mädchenhandel und Schutzmöglichkeiten gegeben. Dadurch sollen noch mehr Menschen aufgeklärt und weitere Mädchen immunisiert werden gegen verführerisch klingende Eheversprechen und Stellenangebote z.B. in Indien.

2014 konnten 5 Schreibbüros installiert werden. Im Katastrophenjahr 2015 war an kein neues Projekt zu denken. Aber 2016 hat pro filia - auch hier mit Unterstützung der SI-Clubs - dann das Geld für weitere drei Schreibüros überwiesen.

Bei unserem Besuch des Schreibbüros in Fikkal im November 2016 trafen wir auf sehr kraftvolle und ideenreiche Frauen. In den zwei Jahren des Bestehens ihres Schreibbüros haben sie sich bekannt gemacht und bieten nicht nur einfache Dienstleistungen, sondern auch PC- Kurse für junge Mädchen an. Außerdem sind sie Anlaufstelle geworden für gefährdete Mädchen, die selbst kommen oder von der Polizei gebracht werden. Sie beraten sie und lassen sie dann auf Wunsch ins Schutzhaus nach Pashupatinagar bringen. Da sie wichtige Aufgaben übernehmen, hat die Kommune ihnen jetzt einen finanziellen Zuschuss zugesagt. Bisher haben sie nach ihren Angaben viel Arbeit, aber noch zu wenig Einkommen. Sie sind aber begeistert über ihre Arbeit und kämpfen für weitere Einnahmen. Z.B. stellten sie zusätzlich Nähmaschinen in den Raum, um auch Schneiderei-Angebote machen und noch mehr Frauen beschäftigen zu können.

Das Schreibbüro in Fikkal  Das Schreibbüro in Fikkal
Das Schreibbüro in Fikkal


Mit ihnen kamen wir zu einem intensiven Austausch hinsichtlich Frauenrechte in Nepal und - auf ihre Nachfrage hin - auch in Deutschland. Sie bemängelten lautstark, dass Frauen in Nepal viel arbeiteten, Männer dagegen gern viel säßen, Karten spielten und sich bedienen ließen. Sie brachten sehr deutlich und glaubhaft ihren Willen zum Ausdruck, für mehr Rechte zu kämpfen. Beeindruckend!

Projekt 7.2: Aufbau von Schneidereien

2015 wurde der Aufbau von 5 Schneidereien geplant, in denen jeweils 6 junge Frauen beschäftigt sein sollen. Das dafür notwendige Geld überwies pro filia mit Unterstützung des SI Clubs Münster-Mauritz im Juni 2015. MAITI wollte diese Schneidereien so schnell wie möglich installieren, musste aber mehrere Monate auf die staatliche Genehmigung dafür warten und traf dann aufgrund der bürgerkriegsähnlichen Zustände auf Infrastrukturprobleme, mangelndes Benzin, Straßenbarrikaden und andere massive Hindernisse, die erst Schritt für Schritt überwunden werden mussten. Der Aufbau der Schneidereien fand dann im Juli 2016 statt.

Wir besuchten vier von ihnen. Sie sind untergebracht in sehr einfachen kleinen Räumen. Die beteiligten Frauen versuchen zum Teil, durch weitere Angebote wie Schuhe und Deko- Objekte das kleine Geschäft zur Boutique zu machen. Nach den ersten drei Monaten des Bestehens ist das Einkommen noch sehr gering. Wir überlegten Verbesserungsmöglichkeiten und kündigten an, die Miete für die nächsten 6 Monate zu übernehmen, um den Aufbau für die jungen Frauen etwas leichter zu machen.

Besuch einer Schneiderei
Besuch einer Schneiderei



Projekt 7.3: Mikrokredite für den Aufbau eines eigenen kleinen Unternehmens

Ende 2016 überwies pro filia auch das Geld für Mikrokredite, mit denen 12 junge Frauen nach ihrem Aufenthalt im Reha Heim Itahari unterstützt werden beim Aufbau eines kleinen eigenen Geschäfts/Unternehmens. Dabei erhalten sie in der Anfangsphase Hilfestellung durch MAITI. Sobald die Genehmigung der Regierung für dieses Projekt vorliegt, wird 2017 mit der Mikrokreditvergabe begonnen.



5. Geplante Projekte 2017

Schon jetzt können wir absehen, dass pro filia im Jahr 2017 auf jeden Fall folgende Projekte finanziert:
  • Aufklärungskampagnen und Aufbau/Pflege von Hilfsnetzwerken in den BezirkenIlam/Pashupatinagar, Bhairahawa und Itahari 
  • Die Gehälter von 30 Grenzbeobachterinnen 
  • Das Schutzhaus Pashupatinagar an der indischen Grenze zu Darjeeling 
  • Das Reha-Heim Itahari 
  • Die Finanzierung der PC-Ausbildung für 40 Mädchen 
  • Fortbildungen wie "Deeskalationstraining", "Arbeit mit traumatisierten Mädchen"und/oder "Teamarbeit".
Sollten die finanziellen Möglichkeiten bestehen, werden mit MAITI folgende Projekte diskutiert und bezahlbare, gemeinsame Lösungen umgesetzt:
  • Weitere Schreibbüros für am PC ausgebildete junge Frauen, sobald MAITI Standorte dafür gefunden hat.
  • Die Ausbildung zur Gesundheitsberaterin bei der Rabindra Puri Foundation.


6. Kooperationen

Neben der Kooperation mit MAITI Nepal arbeitet pro filia zusammen mit den SI-Club Münster- Mauritz, Rhenen/Veenendaal und mit dem SI-Club Isle of Man. Anlässlich des SI- Benefizfrühstücks Anfang 2015 fand ein Treffen mit Vertreterinnen der SI-Clubs und pro filia statt, bei dem die Zusammenarbeit konkretisiert wurde hinsichtlich der Höhe der Spenden und der Art der unterstützten Projekte. Das Ziel der SI-Clubs, 12.000 € in zwei Jahren zu sammeln, wurde mehr als erreicht - es kamen rund 16.000 € zusammen:

Cooperation

Der SI-Club Rhenen/Veenendaal verlängerte 2016 die Kooperation um ein weiteres Jahr. Auch der SI-Club Münster-Mauritz wird weiter mit pro filia kooperieren. Begleitet wird die gemeinsame Arbeit durch regelmäßige Kooperationstreffen - 2016 mit drei Sitzungen.

Wir danken von ganzem Herzen für die wunderbare Zusammenarbeit.



7. Aktivitäten 2016

2016 wurden wieder viele Aktionen durchgeführt, um das Thema "Mädchenhandel" weiter bekannt zu machen und neue Mitglieder und Spenden für unsere Projekte zu erhalten:

7.1 Aktionen 2016 von pro filia:

  • Darstellung der Kooperation 2015 der SI-Clubs und pro filia am Club-Abend von Münster- Mauritz am 17.2.2016 
  • pro filia Präsentation beim Benefiz-Frühstück des SI-Clubs Münster Mauritz am 5.3.2016:
pro filia Präsentation beim SI-Benefizfrühstück 2016
pro filia Präsentation beim SI-Benefizfrühstück 2016

Anwesend waren auch Vertreterinnen vom SI-Club Rhenen/Veenendaal. Im Gespräch wird deutlich, dass alle Beteiligten sehr zufrieden mit der bisherigen Zusammenarbeit sind und möglichst weiter kooperieren wollen.

Treffen von Vertreterinnen der SI Clubs und pro filia 2016
Treffen von Vertreterinnen der SI Clubs und pro filia 2016


  • Doppelkopfabende am 20.5.2016 und am 28.10.2016 und ...
  

  • ... pro filia Informationsstand auf dem zweitägigen Kreuzviertelfest Münster am 27./28.8.2016
     
  • Viel Raum und Zeit nahmen bereits im zweiten Halbjahr 2016 die Vorbereitungen der 4. pro filia Kunstauktion am 2.4.2017 ein.
  • 2014 hatte sich pro filia bei der Staatsanwaltschaft Münster beworben um Gelder, die bei Verurteilungen an eine gemeinnützige Organisation gespendet werden müssen. Wir wurden anerkannt und erhielten 2016 auf diese Weise Gelder in Höhe von 7.800 €.
  • Ebenfalls anerkannt wurden wir nach einer Bewerbung bei der Steuerverwaltung NRW für die Zuweisung von Geldauflagen bei Steuerstrafverfahren: Wir erhielten 2016 bereits 1.000 €!
  • Die Bewerbung für die WN-Weihnachtsaktion 2016 war nicht erfolgreich.

7.2 Aktionen für pro filia

  • Die Aktionen der drei SI-Clubs wurden bereits im Abschnitt "Kooperationen" dargestellt. 
  • Die gesamte Adventskollekte 2015 der evangelischen Kirchengemeinden Gütersloh ‚wurde im Januar 2016 an pro filia überwiesen - 10.700 €!
  • Zahlreiche Boule-Turniere, organisiert von Konrad Averbeck, erbrachten rund 1.000 Euro:
Boule tournament in the park behind the Castle of Muenster on June 15, 2016
Bouleturnier am 15.6.2016 hinter dem Münsterschen Schloss


  • Die Absolventen der FH für Architektur (MSA Münster) sammelten anlässlich ihres Examens mehr als 500 € für pro filia.
  • Yoga-Sommer, organisiert von Leben & Reisen: Yoga fand vom 3.6. - 9.9.2016 an jedem Freitag, 17.30 h, auf der Aa-See-Wiese statt. Das Angebot stieß auf großes Interesse. Insgesamt kamen zu den Yogaterminen rund 400 TeilnehmerInnen, von denen jede/r 5 € zahlten, die in vollem Umfang an pro filia gespendet wurden. Die Yoga-LehrerInnen stellten ihre Arbeitszeit gratis zur Verfügung!
Ilona Tertilt and Dagmar Merforth handed over 2,000 €
Ilona Tertilt und Dagmar Merforth überreichen 2.000 €


  • Monika Schiwy sammelte bei mehreren Veranstaltungen Spenden für pro filia. 
  • Mit dem Verkauf von Büchern erzielten Tina Reuther und Isabelle Feix 1.000 €, die sie an pro filia überwiesen. 
  • Weitere Spenden erhielt pro filia anlässlich von Geburtstagen, Beerdigungen,Hochzeiten, Festen.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen UnterstützerInnen der Aktionen - bei den Mitgliedern, SpenderInnen, SponsorInnen, StandsteherInnen und KuchenbäckerInnen!

Ganz großen Dank auch an Stefani Bültel, die beim Jahresbericht und auf der pro filia Website für die englischen Übersetzungen sorgt.

7.3 Bereits geplante Aktionen für 2017

  • 4. pro filia-Kunstauktion in den Räumen der FH Münster, Fachbereich Design, am 1. und 2.4.2017
  • Weitere Präsentationen wo möglich 
  • Informationsstand auf dem Kreuzviertelfest Münster am 26./27.8.2017
  • Zwei Doppelkopfabende 
  • WN-Weihnachtsaktion 2017. 

8. Situation des Vereins pro filia Ende 2016


8.1. Mitgliederzahl

Ende 2016 hat pro filia 189 Mitglieder! Die nächste Mitgliederversammlung findet am 5.5.2017, um 19 Uhr im Café "Herr Sonnenschein", Königsstraße 43 in Münster statt.

8.2. Finanzen

Die auf der letzten Mitgliederversammlung gewählten Kassenprüfer Hajo Schoo und Dr. Werner Brüren haben 2016 den Jahresabschluss 2015 geprüft und für korrekt befunden. Die Mitglieder entlasteten den Vorstand auf der Mitgliederversammlung am 8.4.2016. Auch das Finanzamt Münster hat im Juli 2016 erneut einen Freistellungsbescheid erteilt.

2016 überwies pro filia gut 90.000 € an MAITI. 60.000 Euro wurden in das Jahr 2017 übertragen - womit unsere nächste Überweisung an MAITI im April 2017 gut abgesichert ist.

Die Ausgaben in Höhe von rund 3.400 € (Programmier-, Grafiker-, PC- und Bankkosten) wurden von Vorstands- und Geschäftsführungsspenden und durch Sponsoring bezahlt. Bisher wurden die notwendigen Projektbesuche vor Ort privat getragen. Auf Dauer ist dieses Vorgehen aber schwierig: Nicht jedes Vorstandsmitglied ist in der Lage, eine Projektvisite in Nepal zu finanzieren. Deswegen wurde auf Anregung mehrerer Mitglieder 2016 vom Vorstand beschlossen, dass alle zwei Jahre zwei VertreterInnen von Vorstand und Geschäftsführung je 1.000 € Zuschuss für die Projektvisite erhalten - auch finanziert aus Vorstandsspenden! Alle Förderbeiträge und Spenden außerhalb des Vorstands gehen nach wie vor zu 100 % nach Nepal.

Die detaillierte Bilanz 2016 - wie bereits die Bilanzen 2008-2015 - und alle Spenden über 1.000 Euro sind auch für 2016 auf unserer Homepage unter dem Punkt „Selbstverpflichtungserklärung“ eingestellt.

8.3. Vorstand

Der pro filia- Vorstand wurde in der Mitgliederversammlung 2016 neu gewählt: Ina Specht, Josef Humbert, Brigitte Wierling, Jan Sprünken, Bernd Brixius und Mechthild Spener. Mechthild Spener wurde Vorstandsvorsitzende und Bernd Brixius Kassenwart. Als Kassenprüfer kontrollieren Dr. Werner Brüren und Hajo Schoo auch 2016 die Finanzen.

8.4. Ausblick

Wir danken MAITI, die unter widrigsten Umständen die Arbeit in den Projekten aufrechterhalten und alles tun, um den betreuten Mädchen und jungen Frauen Sicherheit und Versorgung zu gewährleisten. Lebensmittelpreise, Koch- und Heizkosten sind nach den Katastrophen rasant gestiegen. Die bereits laufenden Projekte müssen stabilisiert und neue Projekte konzipiert und aufgebaut werden. Dabei ist MAITI dringend auf unsere Unterstützung angewiesen.

Auch 2016 haben die pro filia-Mitglieder, Kooperationspartner und viele SpenderInnen es uns ermöglicht, diese Unterstützung zu leisten. Ihnen allen von ganzem Herzen Dank dafür!

Wir gehen in das Jahr 2017 mit der Hoffnung, dass die Lebenssituation für die Menschen in Nepal sich zunehmend stabilisiert und zum Besseren wendet!


Dr. Johanne Feldkamp
Geschäftsführerin pro filia e.V.