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pro filia Projekte 2013

 

pro filia Projekt 1: Aufklärungskampagnen

Ergebnisse 2013 im Einzugsgebiet Pashupatinagar:

  • Aufklärung von 175 Haushalten in persönlichen Tür-zu-Tür-Gesprächen
  • Zweitägige Informationsveranstaltungen für insgesamt 127 Polizisten und Zöllnern zur Gefahr von Versklavung, zu Hilfsmöglichkeiten und über die Aufgaben dieser Personengruppe für den Schutz von jungen Mädchen und Frauen
  • Eintägige Aufklärungsveranstaltungen zu Gewalt gegen Mädchen und Frauen für insgesamt 474 Personen aus unterschiedlichen Bereichen des Bezirks Ilam
  • Schulung von 128 TeepflückerInnen zu Mädchenhandel und Schutzmöglichkeiten
  • Fortbildung für 30 Personen, die Schulungen und Kampagnen durchführen nach dem ToT- Programm (= training of trainers).
  • Eine zehntägige Schulung von 13 jungen Frauen zu Verbesserung ihrer Einkommenssituation - in diesem Fall durch das Erlernen von Pilz- und Chili-Anbau
  • 2 grenzüberschreitende Treffen von insgesamt 163 VertreterInnen nepalesischer und indischer Hilfsorganisationen inklusive lokaler Frauengruppen zur Verbesserung der Zusammenarbeit gegen Mädchenhandel und der Weiterentwicklung von Unterstützungsstrategien
  • Veranstaltung in einem Frauenhaus zum Thema Mädchen- und Frauenhandel am internationalen Frauentag mit 30 Teilnehmerinnen
  • Am jährlichen „Tag gegen Menschenhandel“ fand im Bezirk Pashupatinagar eine Veranstaltung mit 500 TeilnehmerInnen statt.

Ergebnisse 2013 im Einzugsgebiet des Schutzhauses Bhairahawa:

  • Demonstrationen, Tanz, Theateraufführungen, Lieder und das Verteilen von Informationsmaterial zum Thema Mädchenhandel fanden an Markttagen von 15 besuchten Dörfer statt.
  • Mit einbezogen wurden dabei jeweils örtliche Würdenträger, die Polizei, lokale Organisationen und Geschäftsleute, StudentInnen und SchülerInnen.
  • Besonders das Straßentheater, das die Gefahren des Mädchenhandels eindrucksvoll darstellt, erreichte viele Menschen und war immer wieder über Tage Hauptgesprächsstoff in den Dörfern.
Ergebnisse 2013 im Einzugsgebiet des Reha-Heims Itahari:

  • Ein Dokumentationsfilm zum Thema Mädchenhandel wurde 84 Menschen in einem Armenviertel gezeigt, die sich wegen eines versprochenen Arbeitsplatzes ins Ausland begeben wollten.
  • Kundgebungen, Aufklärungsveranstaltungen und Demonstrationen zur Gefahr von Mädchenhandel und zu häuslicher Gewalt wurden am Internationalen Frauentag (= 350 TeilnehmerInnen), dem Tag gegen Menschenhandel ( = 700 TeilnehmerInnen) und am Tag gegen Gewalt an Frauen ( = 45 TeilnehmerInnen) durchgeführt.
  • 50 PolizistInnen wurden über die Gefahren von Versklavung und Gewalt gegen Frauen aufgeklärt.
  • Im Distrikthospital fand eine Schulung zum Thema „Gesundheit und Menschenhandel“ statt.
  • Insgesamt wird von den MitarbeiterInnen des Reha-Heims an einem wirksamen Hilfsnetzwerk gearbeitet.

 

pro filia Projekt 2: Grenzbeobachterinnen

Ergebnisse 2013

  • In Pashupatinagar wurden 2013 insgesamt 1421 Mädchen bzw. junge Frauen an der Grenze von Grenzbeobachterinnen im persönlichen Gespräch über die Gefahren aufgeklärt und 15 287 Pkws, Lastwagen und Rikschas kontrolliert.
  • 354 Mädchen wurden in das Schutzhaus Pashupatinagar vermittelt.
  • 277 Mädchen/junge Frauen konnten an der Grenze überzeugt werde, dass ihre Reise nach Indien für sie äußerst gefährlich werden kann. Sie kehrten nach Hause zurück.
  • Weitere 790 ausreisende Mädchen/junge Frauen erhielten direkt beim Grenzübertritt Informationen über die Gefahr von Menschenhandel in Indien und über Schutzmöglichkeiten. Die Jüngste war 13 Jahre alt.
  • Insgesamt hat pro filia 2013 die Gehälter von insgesamt 20 Grenzbeobachterinnen finanziert. Jede Grenzbeobachterin vermittelt pro Jahr etwa 50 Mädchen direkt von der Grenze in ein MAITI-Schutzhaus. D.h. die von pro filia bezahlten 20 Grenzbeobachterinnen bewahren in einem Jahr etwa 1000 Mädchen vor dem Verkauf in ein Bordell und eröffnen ihnen Chancen auf ein eigenständiges Leben.

 

pro filia Projekt 3: Das Schutzhaus Pashupatinagar

  • Das Schutzhaus Pashupatinagar bietet Platz für den Aufenthalt von parallel 20 Mädchen/ jungen Frauen, die manchmal nur sehr kurz bleiben, manchmal für längere Zeit - je nach Bedarf. Es wird Kontakt mit den Eltern aufgenommen, wenn die Mädchen das wünschen. In Familiengesprächen wird dann geklärt, ob das Mädchen nach Hause zurückkehrt.
  • Das Schutzhaus intervenierte 2013 erfolgreich bei 354 Mädchen und bewahrte sie damit vor einem Verkauf.
  • Sieben Mädchen wurden 2013 aus der sexuellen Versklavung in indischen Bordellen befreit und in das Schutzhaus Pashupatinagar zurückgebracht. Nach der Erstversorgung wurden hier gemeinsam die nächsten Schritte für ein selbstbestimmtes Leben abgestimmt. Die Jüngste war 11 Jahre alt.
  • Das Schutzhaus stellt auch den zentralen Ansprechpartner bei weiteren Gewalttaten gegen Mädchen/junge Frauen dar: 2013 wurden in Pashupatinagar 51 vermisste Mädchen gesucht, von denen MAITI 19 ausfindig machen und nach Hause zurückbringen konnte. Außerdem kamen 21 Mädchen aus Situationen häuslicher Gewalt in das Schutzhaus.
  • Das Schutzhaus brachte 2013 einen Mädchenhändler vor Gericht, zwei weitere warten noch in Haft auf ihren Prozess.

 

pro filia Projekt 4: Das Reha-Heim Itahari

  • 2013 wurden 43 gerettete Mädchen/junge Frauen im Reha-Heim betreut. 37 von ihnen schlossen ein berufliches Training ab.
  • Ihr Alter lag zwischen 10 und 25 Jahren.
  • Auf Wunsch des betreuten Mädchens bietet MAITI auch Mediation an - z.B. zwischen Eltern
    und Tochter. Bei kriminellem Geschehen wird Anzeige erstattet.

 

pro filia Projekt 5: Das PC-Projekt

  • 2013 überwiesen wir das Geld für die PC-Ausbildung von 40 jungen Frauen und für die Einrichtung eines PC-Schulungszentrums, das am 1.9.2013 eröffnet wurde. Anfang 2014 wird pro filia das Geld für die ersten drei Schreibbüros überweisen, wo ausgebildete junge Frauen einen Arbeitsplatz erhalten werden.

 

pro filia Projekt 6: Die Pilzfarm

  • 2013 hat pro filia erstmals die Kosten für die Anschubfinanzierung einer Pilzfarm übernommen. Junge Mädchen und Frauen, die aufgrund ihrer Traumatisierung psychisch oder physisch gebrochen sind, finden hier eine Heimstatt - wenn notwendig bis an ihr Lebensende.