Unsere Projekte

Ergebnisse unserer Aktivitäten

2017
2016
2015
> 2014
2013
2012
2011
2010

pro filia Projekte 2014

 

Projekt 1: Aufklärungskampagnen

Ergebnisse 2014 in den Einzugsgebieten von Pashupatinagar, Bhairahawa und Itahari:

  • 300 persönliche Tür-zu-Tür-Gespräche, um durch intensive Kontakte Eltern von der Gefahr für ihre Töchter zu überzeugen, Opfer von Mädchenhändlern zu werden.
  • Information von ca. 700 DorfbewohnerInnen zum Thema Mädchenhandel und Schutzmöglichkeiten. Besonders erfolgreich sind dabei Straßentheater, Tanz, Lieder und das Verteilen von Informationsmaterial  zum Thema. Die Veranstaltungen fanden häufig an Markttagen der besuchten Dörfer statt.
  • Schulungen von insgesamt 161 PolizistInnen
  • Aufklärungsveranstaltungen für Lehrer und 238 SchülerInnen
  • Schulung von 42 Mitglieder der aufgebauten Hilfsnetzwerke hinsichtlich der Gefahren von Mädchenhandel und sicherer Ausreise bei Arbeitsaufnahme im Ausland
  • 5-Tage-Fortbildung für 14 Frauen, die diese Schulungen und Kampagnen nach dem ToT-Programm (= training of trainers) durchführen
  • Aktionen zum Internationalen Frauentag: Am 8.3.2014 trafen sich im Schutzhaus Pashupatinagar 104 Vertreterinnen von vier Ilam-Bezirken, um über Frauenrechte, Gewalt gegen Frauen und Mädchenhandel und Hilfsmöglichkeiten zu diskutieren. Das Reha-Heim Itahari  organisierte eine Kundgebung zum Thema mit 400 TeilnehmerInnen.
  • Aktionen zum Tag gegen Menschenhandel: Das Schutzhaus Pashupatinagar und das Reha-Heim führten je einen Workshop zum Thema mit insgesamt 144 TeilnehmerInnen durch und verteilten Informationsmaterial. In Itahari fand zusätzlich eine Kundgebung statt, an der sich etwa 650 Menschen beteiligten.
  • Aktionen zum Tag der Menschenrechte: Am 10. Dezember organisierte das Reha-Heim eine Kundgebung, an der etwa 600 Menschen teilnehmen. Am selben Tag fand auch ein Workshop zum Thema statt mit insgesamt 65 TeilnehmerInnen aus in diesem Bereich arbeitenden Organisationen.
  • 16tägigen Unterschriftenkampagne gegen Gewalt an Frauen: Es konnten 1200 Unterschriften gesammelt werden. Es fand auch eine Veranstaltung zum Thema mit 150 TeilnehmerInnen statt.
  • Aufsatzwettbewerb zum Thema "Möglichkeiten und Verantwortlichkeiten von Studenten, Menschenhandel zu verhindern": Er wurde vom Reha-Heim Itahari organisiert. Es beteiligten sich 28 StudentInnen aus 7 Schulen.
  • Treffen von insgesamt 126 VertreterInnen indischer und nepalesischer Nichtregierungsorganisationen im Bezirk Ilam, um ein grenzüberschreitendes Vorgehen hinsichtlich des Schutzes vor Mädchenhandel und für einen sicheren Grenzübertritt bei Arbeitsaufnahme im Ausland zu koordinieren.
  • Zusätzlich zu den beschriebenen Aktionen wurde in 8 Orten im Umfeld von Bhairahawa ein systematisches Aufklärungsprogramm zu Mädchenhandel und Hilfsmöglichkeiten unter Einbeziehung von Dorfautoritäten und örtlichen Institutionen durchgeführt. Methoden waren persönliche Tür-zu-Tür-Gespräche, Straßentheater, Demonstrationen und das Verteilen von Informationsmaterial. Diese Aktionen trafen auf große Aufmerksamkeit und waren Stadt- bzw. Dorfgespräch über längere Zeit. Wegen seines Erfolgs soll dieses Programm ausgeweitet werden, sobald eine Finanzierung möglich ist.

 

Projekt 2: Grenzbeobachterinnen

Ergebnisse 2014

  • In Pashupatinagar wurden 2014 insgesamt 1294 Mädchen bzw. junge Frauen an der Grenze von Grenzbeobachterinnen im persönlichen Gespräch über die Gefahren aufgeklärt und rund 20 000 Pkws, Lastwagen und Rikschas kontrolliert.
  • 368 Mädchen/junge Frauen konnten an der Grenze überzeugt werden, dass ihre Reise nach Indien für sie äußerst  gefährlich werden kann. Sie kehrten nach Hause zurück oder wurden in das Schutzhaus vermittelt.
  • 926 ausreisende Mädchen/junge Frauen erhielten direkt beim Grenzübertritt  Informationen über die Gefahr von Menschenhandel in Indien und über Schutzmöglichkeiten.
  • Insgesamt hat pro filia auch 2014 die Gehälter von insgesamt 20 Grenzbeobachterinnen finanziert. Jede Grenzbeobachterin vermittelt pro Jahr etwa 50 Mädchen direkt von der Grenze in ein MAITI-Schutzhaus. D.h. die von pro filia bezahlten 20 Grenzbeobachterinnen bewahren in einem Jahr etwa 1000 Mädchen vor dem Verkauf in ein Bordell und eröffnen ihnen Chancen auf ein eigenständiges Leben.

 

Projekt 3: Das Schutzhaus Pashupatinagar

Ergebnisse 2014

  • Das Schutzhaus Pashupatinagar bietet Platz für den Aufenthalt von parallel 20 Mädchen/ jungen Frauen, die manchmal nur sehr kurz bleiben, manchmal für längere Zeit - je nach Bedarf. Es wird Kontakt mit den Eltern aufgenommen, wenn die Mädchen den Wunsch äußern. In Familiengesprächen wird dann geklärt, ob das Mädchen nach Hause zurückkehrt.
  • Das Schutzhaus intervenierte 2014 erfolgreich bei 456 Mädchen/junge Frauen und bewahrte sie damit vor einem Verkauf.
  • Leider konnte 2014 lediglich eine junge Frau aus der sexuellen Versklavung in indischen Bordellen befreit und in das Schutzhaus Pashupatinagar zurückgebracht werden.
  • Das Schutzhaus stellt auch den zentralen Ansprechpartner bei weiteren Gewalttaten gegen Mädchen/junge Frauen dar: 2014 wurden in Pashupatinagar 33 vermisste Mädchen gesucht, von denen MAITI 14 ausfindig machen und nach Hause zurückbringen konnte.
  • Außerdem kamen 25 Mädchen aus Situationen häuslicher Gewalt in das Schutzhaus.
  • 2014 organisierte das Schutzhaus Pashupatinagar für 60 alleinstehende Frauen aus mehreren Dörfern eine fünftägige Fortbildung zur Pilzzucht, um ihnen ein eigenes Einkommen zu ermöglichen und damit vor der Gefahr einer Versklavung zu schützen.

 

Projekt 4: Das Reha-Heim Itahari

Ergebnisse 2014

  • 2014 wurden 32 gerettete Mädchen/junge Frauen im Reha-Heim betreut. Sie beginnen damit, lesen, schreiben und rechnen zu lernen und erhalten viele Informationen ihren zukünftigen Alltag betreffend  -  wie z.B. Schutz vor HIV, Gefahren früher Heirat, Geburtenkontrolle, Frauenrechten, Hilfsmöglichkeiten und Schutz gegen Menschenhandel.
  • 27 Mädchen/junge Frauen schlossen das Berufstraining ab, 15 führten ihre Ausbildung in einem MAITI-Haus in Kathmandu fort.
  • Ihr Alter lag zwischen 13 und 24 Jahren.
  • Auf Wunsch des betreuten Mädchens bietet MAITI auch Mediation an  -  z.B. zwischen Eltern und Tochter. 2014 fanden in 37 Fällen Mediationen statt  -  insgesamt 17 Mädchen kehrten auf ihren Wunsch hin in ihre Familien zurück.
  • Bei kriminellem Geschehen wie Vergewaltigung, Mädchenhandel etc. wird allerdings Anzeige erstattet.

 

Projekt 5: Die Pilzfarm

Ergebnis 2014

  • Die Pilzfarm dient als Heimstatt für gerettete junge Frauen, die aufgrund ihrer schweren Traumatisierungen psychisch oder physisch gebrochen sind.  Wenn nötig, erhalten sie Betreuung bis an ihr Lebensende. Es leben gleichzeitig vier gerettete junge Mädchen hier. pro filia übernahm die zweijährige Anschubfinanzierung der Farm. Nach Aussage von MAITI soll sich die Farm ab 2015 selbst durch erzielte Einnahmen tragen.

 

Projekt 6: Das PC-Projekt

Ergebnisse 2014

  • 40 gerettete Mädchen wurden in 4 Drei-Monatskursen im PC-Ausbildungszentrum am Computer ausgebildet.
  • 5 öffentliche Schreibbüros wurden eingerichtet, in denen 10 ausgebildete gerettete junge Frauen einen Arbeitsplatz fanden.