Unsere Projekte

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Ergebnisse der pro filia Projekte 2017

 

Projekt 1: Aufklärungskampagnen

Ergebnisse 2017 in den Einzugsgebieten von Pashupatinagar, Bhairahawa und Itahari:

 

  • Mit Tür-zu Tür-Aufklärung, Straßentheater, Informationsveranstaltungen zu Mädchenhandel und Hilfsmöglichkeiten wurden an Markttagen in vielen Dörfern rund 3.000 Personen erreicht.
  • Es wurden 2.100 Schlüsselpersonen wie PolizistInnen, LehrerInnen, BehördenvertreterInnen, HotelmitarbeiterInnen und Busfahrer zum Thema Mädchenhandel und Hilfsmöglichkeiten geschult.
  • 152  SchülerInnen und StudentInnen wurden aufgeklärt über Menschenhandel, Hilfsnetzwerke und Schutzmöglichkeiten.
  • 80 Haushalte in Itahari wurden über Mädchenhandel und Schutzmöglichkeiten informiert.

Projekt 2: Grenzbeobachterinnen

Ergebnisse 2017:

Die 35 von pro filia finanzierten Grenzbeobachterinnen arbeiten an acht Grenzübergängen nach Indien. Jede von ihnen vermittelt jährlich im Durchschnitt 50 junge Mädchen direkt von der indischen Grenze in ein MAITI-Schutzhaus. Mit den jetzt finanzierten 30 Stellen werden also jedes Jahr etwa 1750 Mädchen vor dem Verkauf in ein Bordell bewahrt.

Projekt 3: Das Schutzhaus Pashupatinagar

Ergebnisse 2017:

  • Das Schutzhaus Pashupatinagar bietet Platz für den Aufenthalt von parallel 20 Mädchen/ jungen Frauen, die manchmal nur sehr kurz bleiben, manchmal für längere Zeit - je nach Bedarf. Es wird Kontakt mit den Eltern aufgenommen, wenn die Mädchen den Wunsch äußern. In Familiengesprächen wird dann geklärt, ob das Mädchen nach Hause zurückkehrt oder z.B. in ein Reha-Heim verlegt wird.
  • Das Schutzhaus intervenierte 2017 erfolgreich bei insgesamt 533 Mädchen/junge Frauen   -  die Jüngste war 9 Jahre alt  -  und bewahrte sie damit vor einem Verkauf:
    • 342 Mädchen kamen direkt von der Grenze, an der sie noch aufgehalten werden konnten und vor einem Verkauf bewahrt werden konnten
    • 191 kehrten nach Informationen an der Grenze zu Indien über die Gefahr von Versklavung direkt nach Hause zurück.
  • 18 kehrten aus Situationen mit sexueller Ausbeutung oder von Missbrauch z.B. als versklavtes Dienstmädchen aus Indien zurück.
  • Das Schutzhaus stellt auch den zentralen Ansprechpartner bei weiteren Gewalttaten gegen Mädchen/junge Frauen dar:  16 Mädchen kamen aus Situationen häuslicher Gewalt in das Schutzhaus. In Gesprächen mit allen Beteiligten wurde dann nach Lösungen gesucht und auch oft gefunden.
  • Drei Mädchen wurden nach einer Vergewaltigung aufgenommen  -  die Täter angezeigt.
  • 2017 wurden vom Schutzhaus 36 vermisste Mädchen gesucht, von denen MAITI 10 ausfindig machen und nach Hause zurückbringen konnte.

Projekt 4: Das Reha-Heim Itahari

Ergebnisse 2017:

  • 2017 wurden  42 gerettete Mädchen/junge Frauen im Reha-Heim betreut. Sie beginnen, lesen, schreiben und rechnen zu lernen und durchlaufen berufliche Trainings. Sie erhalten auch viele Informationen ihren zukünftigen Alltag betreffend  -  wie z.B. Schutz vor HIV, Gefahren früher Heirat, Geburtenkontrolle, Frauenrechte, Hilfsmöglichkeiten und Schutz gegen Menschenhandel. Ihr Alter lag zwischen 17 und 29 Jahren.
  • 35 der 42 Mädchen beendeten ihre Ausbildung regulär.
  • Ein aus einem indischen Bordell befreites Mädchen wurde betreut.
  • Von 39 als vermisst gemeldeten Mädchen konnten 10 gefunden werden.
  • Bei kriminellem Geschehen wie Vergewaltigung, Mädchenhandel etc. wurde Anzeige erstattet.

Projekt 5: Ausbildungsangebote

Ergebnisse 2017:

  • Im Rehaheim erhielten 42 Mädchen die Möglichkeit, eine Ausbildung zur Schneiderin, Köchin oder Landwirtin zu machen.
  • Im PC-Ausbildungszentrum absolvierten 30 junge Frauen das dreimonatige Training in Computerkompetenzen. 
  • 15 Mädchen/junge Frauen nahmen an einem Kurs zur Reparatur von Computer Hardware teil.
  • Insgesamt wurde das Geld für die Ausbildung von 60 Mädchen/jungen Frauen zur Imkerin zur Verfügung gestellt.
  • Je 10 junge Frauen begannen damit, den Führerschein für eine e-Rikscha und für den PKW zu machen.

Projekt 6: Schaffung von Arbeitsplätzen

Ergebnisse 2017:
  • Insgesamt gibt es zurzeit 8 Schreibbüros. 
  • Zusätzlich zu den bestehenden fünf Schneidereien mit insgesamt 30 Arbeitsplätzen wurden 2017 weitere fünf aufgebaut. 
  • pro filia überwies auch das Geld für Anschubfinanzierungen, mit denen 36 junge Frauen beim Aufbau eines kleinen eigenen Geschäfts/Unternehmens unterstützt werden.