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Ergebnisse der pro filia Projekte 2018



Projekt 1: Aufklärungskampagnen

Ergebnisse 2018 in den Einzugsgebieten von Pashupatinagar und Itahari:

  • Mit Tür-zu Tür-Aufklärung, Straßentheater, Informationsveranstaltungen zu Mädchenhandel und Hilfsmöglichkeiten wurden an Markttagen in vielen Dörfern rund 2.000 Personen erreicht.
  • Es wurden 1.720 Soldaten und PolizistInnen zum Thema Mädchenhandel und Hilfsmöglichkeiten geschult.
  • 440 SchülerInnen und StudentInnen und 54 LehrerInnen wurden aufgeklärt über Menschenhandel, Hilfsnetzwerke und Schutzmöglichkeiten.
  • 200 Schlüsselpersonen wie neu gewählte PolitikerInnen, JournalistInnen, BehördenmitarbeiterInnen wurden über Mädchenhandel und Schutzmöglichkeiten informiert.
  • Am Internationalen Frauentag wurden 500 Frauen über ihre Rechte aufgeklärt.
  • An 16 Informationstagen wurden 395 TeilnehmerInnen zum Thema Gewalt gegen Frauen und Hilfsmöglichkeiten geschult.

Projekt 2: Grenzbeobachterinnen

Ergebnisse 2018:

Die 35 von pro filia finanzierten Grenzbeobachterinnen arbeiten an acht Grenzübergängen nach Indien. Jede von ihnen vermittelt jährlich im Durchschnitt 50 junge Mädchen direkt von der indischen Grenze in ein MAITI-Schutzhaus. Mit den jetzt finanzierten 35 Stellen werden also jedes Jahr etwa 1750 Mädchen vor dem Verkauf in ein Bordell bewahrt.

Projekt 3: Das Schutzhaus Pashupatinagar

Ergebnisse 2018:

  • Das Schutzhaus Pashupatinagar bietet Platz für den Aufenthalt von parallel 20 Mädchen/ jungen Frauen, die manchmal nur sehr kurz bleiben, manchmal für längere Zeit - je nach Bedarf. Es wird Kontakt mit den Eltern aufgenommen, wenn die Mädchen den Wunsch äußern. In Familiengesprächen wird dann geklärt, ob das Mädchen nach Hause zurückkehrt oder z.B. in ein Reha-Heim verlegt wird.
  • Das Schutzhaus intervenierte 2018 erfolgreich bei insgesamt 368 Mädchen/junge Frauen - die Jüngste war 14 Jahre alt - und bewahrte sie damit vor einem Verkauf:
  • 8 Mädchen/junge Frauen kamen aus Situationen, in denen sie sexuelle Ausbeutung oder Missbrauch erlebt hatten.
  • Das Schutzhaus stellt auch den zentralen Ansprechpartner bei weiteren Gewalttaten gegen Mädchen/junge Frauen dar: 2018 kamen 17 Mädchen aus Situationen häuslicher Gewalt in das Schutzhaus. In Gesprächen mit allen Beteiligten wurde dann nach Lösungen gesucht und auch oft gefunden.
  • Ein Mädchen wurden nach einer Vergewaltigung aufgenommen - der Täter angezeigt.2018 wurden vom Schutzhaus 45 vermisste Mädchen gesucht, von denen MAITI 18 ausfindig machen und nach Hause zurückbringen konnte.

Projekt 4: Das Reha-Heim Itahari

Ergebnisse 2018:

  • 2018 wurden 40 gerettete Mädchen/junge Frauen im Reha-Heim für jeweils ein halbes Jahr betreut. Sie beginnen, lesen, schreiben und rechnen zu lernen und durchlaufen berufliche Trainings. Sie erhalten auch viele Informationen ihren zukünftigen Alltag betreffend - wie z.B. Schutz vor HIV, Gefahren früher Heirat, Geburtenkontrolle, Frauenrechte, Hilfsmöglichkeiten und Schutz gegen Menschenhandel.
  • Weitere 10 Mädchen/junge Frauen waren nur kurz da, weil sie schnell zu ihren Familien zurückkehren konnten und wollten.
  • 34 der 40 Mädchen/jungen Frauen beendeten ihre Ausbildung regulär.
  • Vier aus einem indischen Bordell befreite Mädchen wurde betreut.
  • Von 45 als vermisst gemeldeten Mädchen konnten 18 gefunden werden.
  • Bei kriminellem Geschehen wie Vergewaltigung, Mädchenhandel etc. wird Anzeige erstattet. 2018 zeigte Maiti in Itahari 3 Menschhändler an, die im Gefängnis auf ihren Prozess warten.

Projekt 5: Ausbildungsangebote

Ergebnisse 2018:

  • Im Rehaheim erhielten 40 Mädchen die Möglichkeit, eine Ausbildung zur Schneiderin, Köchin, Friseurin oder Landwirtin zu machen.
  • Im PC-Ausbildungszentrum absolvierten 40 junge Frauen das dreimonatige Training in Computerkompetenzen.
  • 15 Mädchen/jungen Frauen wurden zur Imkerin ausgebildet.
  • 25 Mädchen/junge Frauen nahmen am Training zur Pilzfarmerin teil.

Projekt 6: Schaffung von Arbeitsplätzen

Ergebnisse 2018:

  • Insgesamt gibt es zurzeit 8 Schreibbüros. Mehrere haben inzwischen damit begonnen, selbst Trainings für Computerkompetenzen für interessierte junge Mädchen anzubieten.
  • Die bestehenden zehn Schneidereien arbeiten alle und haben damit begonnen, sich zu vergrößern und zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen. Außerdem bieten einige inzwischen Trainings zur Schneiderin für junge Mädchen aus der Umgebung an.
  • pro filia überwies auch immer wieder das Geld für Anschubfinanzierungen, mit denen junge Frauen beim Aufbau eines kleinen eigenen Geschäfts/Unternehmens unterstützt werden.