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Ergebnisse der pro filia Projekte 2019



Projekt 1: Aufklärungskampagnen

  • Mit Tür-zu Tür-Aufklärung, Informationsveranstaltungen zu Mädchenhandel und Hilfsmöglichkeiten wurden an Markttagen in mehreren Dörfern viele Menschen erreicht.
  • Über Straßentheater wurden ca. 300 Personen über die Gefahren von Mädchenhandel aufgeklärt. 
  • Es wurden 80 Soldaten und PolizistInnen zum Thema Mädchenhandel und Hilfsmöglichkeiten geschult.
  • 330 SchülerInnen und StudentInnen und LehrerInnen wurden aufgeklärt über Menschenhandel, Hilfsnetzwerke und Schutzmöglichkeiten.
  • 140 Schlüsselpersonen wie neu gewählte PolitikerInnen, JournalistInnen, BehördenmitarbeiterInnen wurden über das Thema informiert.
  • Am Internationalen Frauentag wurden 435 Frauen über ihre Rechte aufgeklärt.
  • An 16 Informationstagen wurden 130 TeilnehmerInnen zum Thema Gewalt gegen Frauen und Hilfsmöglichkeiten geschult.

Projekt 2: Grenzbeobachterinnen

  • Die 35 von pro filia finanzierten Grenzbeobachterinnen arbeiten an acht Grenzübergängen nach Indien. Jede von ihnen vermittelt jährlich im Durchschnitt 50 junge Mädchen direkt von der indischen Grenze in ein MAITI-Schutzhaus. Mit den jetzt finanzierten 35 Stellen werden also jedes Jahr etwa 1750 Mädchen vor dem Verkauf in ein Bordell bewahrt.
  • 2019 wurde zusätzlich ein Beobachtungsposten an der Autostraße eingerichtet, die von Dhulikhel in Nepals Osten und nach Indien führt. Hier wurden von Maiti-Vertreterinnen in Zusammenarbeit mit der Autobahnpolizei
    • 8520 Autos überprüft
    • 588 Beratungen zu Mädchenhandel und Hilfsangeboten durchgeführt
    • 40 Junge Mädchen zu ihren Familien zurückgebracht
    • 16 bei Maiti in Kathmandu aufgenommen
    • von 35 als vermisst gemeldeten Mädchen 14 gefunden.

Projekt 3: Das Schutzhaus Pashupatinagar

  • Das Schutzhaus Pashupatinagar bietet Platz für den Aufenthalt von parallel 20 Mädchen/ jungen Frauen, die manchmal nur sehr kurz bleiben, manchmal für längere Zeit - je nach Bedarf. Es wird Kontakt mit den Eltern aufgenommen, wenn die Mädchen den Wunsch äußern. In Familiengesprächen wird dann geklärt, ob das Mädchen nach Hause zurückkehrt oder z.B. in ein Reha-Heim verlegt wird.
  • Das Schutzhaus intervenierte 2019 erfolgreich bei insgesamt 327 Mädchen/junge Frauen - die Jüngste war 11 Jahre alt - und bewahrte sie damit vor der Gefahr, verkauft zu werden.
  • 250 von ihnen konnten direkt nach Hause zurückgebracht werden.
  • 2019 wurden vom Schutzhaus 31 vermisste Mädchen gesucht, von denen MAITI 10 ausfindig machen und nach Hause zurückbringen konnte.
  • Das Schutzhaus ist auch der zentrale Ansprechpartner bei weiteren Gewalttaten gegen Mädchen/junge Frauen dar - z. B. bei häuslicher Gewalt. In Gesprächen mit allen Beteiligten wird dann nach Lösungen gesucht und auch oft gefunden.

Projekt 4: Das Reha-Heim Itahari

  • 2019 wurden 36 Mädchen/junge Frauen im Reha-Heim für jeweils ein halbes Jahr betreut. Sie beginnen, lesen, schreiben und rechnen zu lernen und durchlaufen berufliche Trainings. Sie erhalten auch viele Informationen ihren zukünftigen Alltag betreffend - wie z.B. Schutz vor HIV, Gefahren früher Heirat, Geburtenkontrolle, Frauenrechte, Hilfsmöglichkeiten und Schutz gegen Menschenhandel.
  • 32 der 36 Mädchen/jungen Frauen beendeten ihre Ausbildung regulär.
  • Drei der jungen Frauen waren vergewaltigt worden, 9 Opfer häuslicher Gewalt.
  • Von 26 als vermisst gemeldeten Mädchen konnten 5 gefunden werden.
  • Bei kriminellem Geschehen wie Vergewaltigung, Mädchenhandel etc. wird Anzeige erstattet.

Projekt 5: Das Mutter-Baby-Heim

  • Im Mai eröffnet, wurden 2019 10 Mütter und 11 Babys betreut.

Projekt 6: Ausbildungsangebote

  • Im Rehaheim erhielten 36 Mädchen die Möglichkeit, eine Ausbildung zur Schneiderin, Köchin, Friseurin oder Landwirtin zu machen.
  • Im PC-Ausbildungszentrum absolvierten 37 junge Frauen das dreimonatige Training in Computerkompetenzen.
  • 21 Mädchen/junge Frauen nahmen am Training zur Pilzfarmerin teil.

Projekt 7: Schaffung von Arbeitsplätzen

  • Insgesamt gibt es zurzeit 8 Schreibbüros. Mehrere haben inzwischen damit begonnen, selbst Trainings für Computerkompetenzen für interessierte junge Mädchen anzubieten.
  • Die bestehenden zehn Schneidereien arbeiten alle und haben damit begonnen, sich zu vergrößern und zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen. Außerdem bieten einige inzwischen Trainings zur Schneiderin für junge Mädchen aus der Umgebung an.